Amateurfunk einst und jetzt

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wellenkino
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von wellenkino » 17. Apr 2019, 19:45

Funkonaut hat geschrieben:
17. Apr 2019, 18:07
Erklärung kommt noch, ich überlege gerade, wie man es in wenigen Worten erklären kann, ohne den Thread aufzublähen.
Vielleicht kann einer mit "kurzen Worten" hilfreich sein.
bin zwar nur ein swl,
aber er meint wohl das:

BFO an und auf mitte null,
oberhalb und unterhalb der genauen Frequenz pfeift er. Nun wird genau dazwischen abgestimmt, bis es weg ist = eingepfiffen.
Bei Seitenbandbetrieb auf dem Kanal ist das BFO nun soweit zu ziehen daß man alles prima verstehen kann.
Wer das gewohnt ist macht es ca so schnell wie andere das Hacken auf ihren programmierbaren Japanern :D
lG Martin

db6zh
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von db6zh » 17. Apr 2019, 22:32

Das ist aber jetzt schon sehr Geräte-spezifisch. Den BFO fasse ich nur an bei Seitenbandwechsel am alten Collins R-388/URR (mit SSB-Mod) - da geht es noch kontinuierlich und die Standardablage ist markiert. Meine übrigen analogen Geräte inkl. SDR sind auf feste Seitenband-Ablage eingestellt (Quarz oder PLL-Oszi) und ich stimme per VFO ab, bis ich klare Sprache höre. Einpfeifen geht nur bei AM oder SSB mit Resträger, bzw. CW-Dauerstrich. Allenfalls noch mit dem Eichquarz zur Skalenkontrolle. Ohne Träger pfeift gar nichts (jedenfalls bei mir :-) ).

73 Peter

DK3QN
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von DK3QN » 17. Apr 2019, 22:55

@Funkonaut:

"Feinlötkolben" für "SMD": was ist damit gemeint?

Klaus, DK3QN
CW - Queen of Modes -...- TBDXC member

Funkonaut
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von Funkonaut » 18. Apr 2019, 00:38

1. Danke für's Erklären(einpfeifen), im Quarzzeitalter ist es ja wie man sieht nicht mehr bekannt.
@Klaus, DK3QN
2. Auf dem Bild die "kleine Krücke" rechts außen 12V um den Minicrunch (SMD) zu löten, wenn man keinen Ofen hat, was für Amateure ja meist die Regel ist. Geht meist unkomplizierter als mit Heißluft, es sei denn man hat den Super SMD Bauteildrücker von DL3FOX (im Forum unter Projektvorstellung)
Hier das Bild (linke Maustaste für Brillenträger ;) :shock: ):
SMD .jpg
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elektrolurch
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von elektrolurch » 18. Apr 2019, 07:58

wellenkino hat geschrieben:
17. Apr 2019, 19:45
Funkonaut hat geschrieben:
17. Apr 2019, 18:07
Erklärung kommt noch, ich überlege gerade, wie man es in wenigen Worten erklären kann, ohne den Thread aufzublähen.
Vielleicht kann einer mit "kurzen Worten" hilfreich sein.
bin zwar nur ein swl,
aber er meint wohl das:

BFO an und auf mitte null,
oberhalb und unterhalb der genauen Frequenz pfeift er. Nun wird genau dazwischen abgestimmt, bis es weg ist = eingepfiffen.
Bei Seitenbandbetrieb auf dem Kanal ist das BFO nun soweit zu ziehen daß man alles prima verstehen kann.
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lG Martin
Ja klar. Ist blos so, dass bei meinen Selbstbauten in den BFO's 1 oder umschaltbar, 2 Quarze drin sind, für CW / USB / LSB.

Das geht in Freiverdrahtung genauso wie in SMD.

Wichtige Eifenschaften eines RX sind vor allem Nah und Fernselektion, Grosssignalfestigkeit / Kreuzmodulationsarm, VFO einigermaßen stabil oder PLL usw, TX: klar CW ist einfach bei, SSB halt sauberes Signal ohne Splatter. Der Zwang zu SMD ist für mich an allen diesen Anforderungen nicht erkennbar.


Ich klinke mich aber jetzt aus, das führt jetzt zu nichts mehr.

73, EL

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DL8SFZ
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von DL8SFZ » 18. Apr 2019, 10:10

Ich bin froh, dass ich jetzt in einer Zeit lebe, in der es in Punkto Halbleitertechnik und Computertechnik so zugeht, wie es zugeht. Man kann handlich basteln, kleine Akkus oder Batterien reichen für langen Betrieb, keine gefährlichen Hochspannungen mehr, keine rotglühenden Röhren mehr, die mehr Abwärme wie HF erzeugen. Ersatzteile 7 Bastelteile sind erschwinglich und Dank Internet vielfach zu bekommen. Dabei ziele ich jetzt nicht speziell auf die Superdumpingseiten aus 10 000 km Entfernung ab.

Die ganze Technik ist in stetigem Wandel, erst Recht in so einer zeit wie jetzt, bei der die Ingenieure alle paar Jahre völlig neue Konzepte auf den Tisch bringen.

Ich für mich muss nicht jeden Wandel mitmachen, halte aber auch nicht mit aller Kraft an alten Sachen fest. Ich gehe mit der Zeit, soweit ich es für Sinnvoll erachte, mache keinem einen Vorwurf, der es etwas langsamer angeht und schiele durchaus auf die Neuheiten, die einem gezeigt werden. So behalten Flohmarkt und Neuheitenpräsentationen in gleichem Maße ihren Anreiz!

Und ob nun noch einer weiß, was Einpfeifen ist oder nicht, es gibt genauso viele Funkamateure, die nicht mehr wissen, was ein Schirmgitter ist und wo man es finden kann. Und auch genügend, die heute noch nicht wissen, was ein Smartphone alles kann...

Gruß Stefan
Amateurfunk macht Intelligenz hörbar!

DF2JP
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von DF2JP » 18. Apr 2019, 11:56

Und ob nun noch einer weiß, was Einpfeifen ist oder nicht, es gibt genauso viele Funkamateure, die nicht mehr wissen, was ein Schirmgitter ist und wo man es finden kann.
Schirmgitter.jpg
Das ist doch einfach :mrgreen:

73 Joe
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db6zh
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von db6zh » 18. Apr 2019, 13:15

Stefan sagt es ja recht schön, nicht mit Krampf nur Altes, und nicht mit aller Gewalt nur Neues, Mir hat es in den 80ern einen Heidenspaß gemacht, meinen alten Röhren-Collins an den ersten PC zu hängen und mit dem Dampfradio dann RTTY mit zu schreiben. Inzwischen .... nach den Quarzen kam PLL, jetzt SDR ... es geht halt weiter und mein Shack ist ein bunter Misch-Masch. Solange das alte Zeug läuft, wird es auch benutzt und alles Neue muß ich auch nicht mitmachen. Es bleibt genug außerhalb DMR & Co übrig. Als IT-ler i.R. reißt mich die DV-Variante nicht so sonderlich. Ich möchte mich nicht überall anmelden, um ein Gespräch zu führen und technisch ist es wegen QRL-Background relativ reizlos.

In dem Sinne, frohe Ostertage, 73 Peter

wellenkino
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von wellenkino » 18. Apr 2019, 19:07

db6zh hat geschrieben:
17. Apr 2019, 22:32
Das ist aber jetzt schon sehr Geräte-spezifisch. Den BFO fasse ich nur an bei Seitenbandwechsel am alten Collins R-388/URR (mit SSB-Mod) - da geht es noch kontinuierlich und die Standardablage ist markiert. Meine übrigen analogen Geräte inkl. SDR sind auf feste Seitenband-Ablage eingestellt (Quarz oder PLL-Oszi) und ich stimme per VFO ab, bis ich klare Sprache höre. Einpfeifen geht nur bei AM oder SSB mit Resträger, bzw. CW-Dauerstrich. Allenfalls noch mit dem Eichquarz zur Skalenkontrolle. Ohne Träger pfeift gar nichts (jedenfalls bei mir :-) ).

73 Peter
hallo Peter,

du hast ihn also "ohne A".
Vielleicht findet sich ja bei den Freunden in den Staaten noch ein A Kasten (2 Röhren + 3 mechanische Filter), damit zeigt er dann erst richtig was er kann. Die Kästchen filtern 1 / 3 / 6 kHz
Bei mir ist einer mit A zuhause.

lG Martin

HB9EVI
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von HB9EVI » 18. Apr 2019, 19:25

Diese 'Feinlötkolben' sind so ziemlich das letzte fürs Löten von SMD; keine Power und dann endlos auf den Bauteilen rumbrutzeln weil die Wärme fehlt; wenn ich überhaupt noch händisch an SMD rumlöte, dann wie gewohnt mit dem 80W Kolben meiner Weller-Station und 2,2mm Spitze; ansonsten nur noch mit Heissluft; mit richtigem Lot & Flux und der passenden Düse lötet sich jedes SMD-Gehäuse wie von selbst; sogar BGAs sind mit etwas Praxis zu machen.
Zudem gibt es fürs Breadboard oder normale Lochraster Adapterplatinen für QFPs, SOIC, TSSOP - alles keine Sache.

Selbst wenn ich noch DIPs verarbeite, benutze ich meist dazu 0805 Cs und Rs, das geht viel platzsparender und schlussendlich auch billiger; fürs Entkoppeln und Abblocken benutze ich tonnenweise 100n X7R-Cs in 0805; die gibt's 100er-weise für 1,20$; da nehm ich doch nicht noch klobige Folien-C; C0G in pF-Grösse sind einfacher als SMD zu bekommen als bedrahtet und erst noch in HF-freundlicherer Abmessung.

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