Unterdachantenne mit max 9,50m Länge

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Delphin69
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Unterdachantenne mit max 9,50m Länge

Beitrag von Delphin69 » 14. Jan 2019, 11:15

Hallo Allerseits,
ich möchte mir eine Antenne für 80m unter dem Dach installieren. Schön wäre natürlich, wenn ich damit auch das 10m-, 15m- und eventl. 160m-Band arbeiten könnte - aber kein muss.
Der Dachboden ist ca. 10m lang, 3,50m breit und max. 140cm hoch - also recht wenig Platz.
Ich habe da an folgendes gedacht:
Ich nehme mir 2 x ca. 20m/1,5mm dünnes Drahtseil (nicht PVC-ummantelt) und spanne jeweils eine Dipolhälfte (20m) von der Dachbodenmitte zum Dachgibel 4x hin- und her - also ca. 4 x 5m. Die beiden Dipolhälften werden dann an ein RG58-Kabel angeschlossen.
Vorstellung_2.jpg
Nun meine Fragen:

Geht so etwas überhaupt?
Wenn ja:
Welchen Abstand sollten die Drähte mind. zueinander haben?
Benötige ich einen Balun/Unun o.ä.?
Wie kann ich das als Mehrbandantenne verwirklichen?
Bei den Morgain-Antennen sind ja die Drähte nur 3x hin und her gelegt sowie mit entsprechenden Kurzschlussbrücken für verschiedene Bänder eingefügt wurden. Wie kann ich so etwas berechnen?

Mein Transceiver ist ein Yaesu FT450D mit integrierten Tuner.
Betrieb möchte ich hauptsächlich in Digitalen Betriebsarten machen, aber auch Phonie und CW sollte möglich sein.

Danke für eure Antworten.

LG Joerg
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elektrolurch
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Re: Unterdachantenne mit max 9,50m Länge

Beitrag von elektrolurch » 15. Jan 2019, 15:12

Hallo Joerg:

Vorab, nur zur Materialwahl:

Drahtseil ? wenn damit ein normaler Stahldraht genmeint ist : geht nicht.

Skineffekt wg. Permeabilität ur viel zu hoch.

73, EL

Delphin69
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Re: Unterdachantenne mit max 9,50m Länge

Beitrag von Delphin69 » 15. Jan 2019, 15:45

Es ist ein Stahldraht oder auch Stahldrahtlitze (1x19) verzinkt mit 1,5mm Durchmesser.
Sollte eigentlich gehen, da ja alle Langdrähte und Dipole mit solchen oder ähnlichen Stahldrahtlitzen gebaut werden.

Oder seh ich da was falsch? :shock:

elektrolurch
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Re: Unterdachantenne mit max 9,50m Länge

Beitrag von elektrolurch » 15. Jan 2019, 15:52

Hallo Jörg,

ja, allerdings, du siehst das falsch.

Bitte les dich mal in die Materie ein. "Skineffekt". und rechne mal ein bisschen.

VA Drähte vielleicht noch, wegen deutlich niedrigerem ur.

73 EL

elektrolurch
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Re: Unterdachantenne mit max 9,50m Länge

Beitrag von elektrolurch » 15. Jan 2019, 15:54

Hier noch ein Zitat:

"Die Eindringtiefe nimmt mit steigender Permeabilität (Magnetismus) ab und mit steigendem elektrischen Widerstand zu. Dass die Eindringtiefe mit steigender Permeabilitätszahl sinkt, führt zum Beispiel dazu, dass Eisen mit dessen relativ hoher magnetischer Leitfähigkeit (µr > 1000) als Hochfrequenzleiter ungeeignet ist. "

73, EL.

DF1LX
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Re: Unterdachantenne mit max 9,50m Länge

Beitrag von DF1LX » 15. Jan 2019, 17:34

Nimm Alu - Weidezaundraht - preiswerter als LFK etc.

DF5WW
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Re: Unterdachantenne mit max 9,50m Länge

Beitrag von DF5WW » 15. Jan 2019, 18:14

Hallo Jörg,

Koaxkabel direkt ran wäre ohne Balun (1:1 oder 1:4) sowieso unklug wegen der evtl.
auftretenden Mantelwellen und weil der interne Tuner das evtl. garnicht schafft.
Ausserdem erhöht das die Gesamtverluste wenn man das Koax mit anmatchen muss.

Diese Tuner können meist max. ein SWR von 3 ausgleichen und sind für sehr hohe
oder sehr niedrige Impedanzen kaum geeignet. Bei solchen Konstrukten (und ich
kann hier auch nicht viel besser arbeiten) habe ich immer einen CG-3000 direkt
im Speisepunkt der Antenne und den internen ATU abgeschaltet. MWS auf der
TRX-Seite des Tuners trotzdem drin. Hier allerdings das Koax auf einen Ferritring
gewickelt.

Vermutlich wirst Du, wegen des Störpegels, auf 80/160 eher kaum was hören. Hier
habe ich auf 80 etwa S9 + 20dB und es geht nur FT8 und auf 160 bekomme ich hier
seltenst mal einen Decode. Für SSB/CW ist das hier absolut unbrauchbar.

Wie DF1LX schreibt ist Alu Weidezaundraht eine gute Wahl. Ruhig einen dickeren
Durchmesser. Kriegt man oft auf 400 m Rollen für relativ kleines Geld und hat
erstmal Vorrat. Bei Deinen kurzen Längen ginge auch sicher isolierter Kupfer-
Schaltdraht mit 1,5 oder 2,5 mm Durchmesser aus dem Elektrobedarf. Aber halt
auch teurer.

Wenn ich die Bandwahl so sehe geht es erstmal um klasse E ?? Erstlinig ans Aufstocken
denken. Wir gehen stramm auf´s Minimum zu und mit indoor ist auf 15/10 derzeit
schon kaum mal etwas zu reissen. 20, 30 und 40 m gehen meist immer aber da
braucht es halt Klasse A ....

;) ;)
73´s, Jürgen ;) ;)
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