Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

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db6zh
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von db6zh » 8. Jan 2020, 21:45

Dann stellen wir doch einfach mal fest, das sich einzelne OMs lächerlich machen und damit (unhöflich und rechthaberisch) ihrer ureigensten Sache schaden. Leider gibt es das (Gott sei Dank nur vereinzelt) quer durch den Amateurfunk, nicht nur im Notfunk. In vielen Fällen gibt es dabei auch Geruchsübertragung per Funk ........ Ich denke da an manche Abendstunde, bei der die Promille-Fahne derjenigen welcher durch Funkwellen übertragen aus dem Lautsprecher kriecht. Da hilft nur schnelles QSY, nicht über Wellenphysik nachdenken und einfach abhaken.

Mit Notfunk an sich hat das alles wenig zu tun. Ich bin zwar kein Fan für Notfunk, aber ........ leben und leben lassen.

73 Peter

(habe ich doch glatt smileys vergessen, :-) :-) , bitte irgendwo hin schieben......

DJ7WW
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von DJ7WW » 14. Jan 2020, 14:49

DL8SFZ hat geschrieben:
7. Jan 2020, 21:56
Hallo Peter,
es geht NICHT um das Aktivitätszentrum, sondern um die Rundspruchfrequenz. Die ist bei 3643 kHz. Siehe hier:
https://notfunkwiki.de/doku.php?id=betrieb:rundsprueche

Allerdings wird diese Frequenz auch in DL / OE / HB9 als Notfunkfrequenz empfohlen.

Gruß Stefan
Schau mal ins Impressum welche Clowns sich diese Frequenz zugeteilt haben...

Gruß
Peter

DL6WAB
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von DL6WAB » 16. Jan 2020, 18:11

dj3ue hat geschrieben:
5. Jan 2020, 11:34
Weiß jemand, warum man als Interessierter zwingend eine Amateurfunklizenz braucht(!) um in einem Notfunkforum mitlesen zu können?
Ich war da mal angemeldet. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Forum primär von Mitgliedern in Hilfsorganisationen (HiOrg, RK, THW usw.) betrieben wird, die auch noch Funkamateure sind und weitere Funkamateure suchen. Jetzt ist das Thema "Notfunk" ja schon etwas in die Kritik geraten, da scheiden sich ja die Geister und ich kann gut verstehen, dass man in diesem Forum unter Seinesgleichen bleiben möchte. Ich kann mich aber auch irren!

Ich persönlich habe zum Thema "Notfunk" mittlerweile auch eine etwas ambivalente Meinung!
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DK7BY
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von DK7BY » 16. Jan 2020, 21:25

DL6WAB hat geschrieben:
16. Jan 2020, 18:11
Ich persönlich habe zum Thema "Notfunk" mittlerweile auch eine etwas ambivalente Meinung!
Ich bin aus Neugierde einmal auf einer regionalen Notfunkvorstellung unter Funkamateuren gewesen. Mir ging es danach ebenso. Meist stützt man den Notfunk auf nicht-redudante Systeme und verliert sich in allerlei Formalien. Ich will das nicht weiter ausführen, da ich das Engagement auch nicht herabsetzen möchte.

In einem echten Notfall braucht es meines Erachtens das glatte Gegenteil der dort geförderten Persönlichkeitstypen, es braucht dann nämlich Funkamateure die sich blitzartig an die gegebenen Umstände anpassen können. Das hat so auch während der sogenannten Schneekatastophe geklappt, wo Funkamateure auf den Panzern mitfuhren, um die ortsunkundigen Panzerfahrer einzuweisen.

73 Karsten
Zuletzt geändert von DK7BY am 16. Jan 2020, 23:54, insgesamt 3-mal geändert.

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dj3ue
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von dj3ue » 16. Jan 2020, 22:04

DL6WAB hat geschrieben:
16. Jan 2020, 18:11
dj3ue hat geschrieben:
5. Jan 2020, 11:34
Weiß jemand, warum man als Interessierter zwingend eine Amateurfunklizenz braucht(!) um in einem Notfunkforum mitlesen zu können?
Ich war da mal angemeldet. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Forum primär von Mitgliedern in Hilfsorganisationen (HiOrg, RK, THW usw.) betrieben wird, die auch noch Funkamateure sind und weitere Funkamateure suchen.
So ungefähr habe ich das von "Szenekundigen" auch verstanden: Die haben vorwiegend mit UKW zu tun, aber Notfunk gibts auch auf KW, und das scheint nicht gerade deren "Kernkompetenz" zu sein...

Ich persönlich finde es nur etwas...gelinde gesagt "eigenartig", wenn man für ein Fachforum (oder einer Yahoo-Gruppe) zwingend ein Lizenznachweis braucht, um sich über ein Thema informieren zu können....
Das wäre ungefähr so, als wenn ich erst eine Kopie meines Führerscheins vorlegen muss, um bei motor-talk mitlesen zu können...

DL8SFZ
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von DL8SFZ » 17. Jan 2020, 06:00

Und jetzt sage ich dagegen : Wenn ich als xy Forenbetreiber will, dass Neulinge vor Zutritt ein kleines Blutbild vorlegen müssen, dann ist das meine Sache, egal ob es dann den Mitgliedern zuträglich ist oder nicht! Die Vögel dort un diesem Forum setzen diese Hürde und entweder akzeptiere ich oder nicht!

Im Notfunk scheint es verschiedene Strömungen zu geben, die aufgrund teils sehr abfällige Kommentierungen in der Vergangenheit sich abkapseln. Da wollte ich auch nicht jedem Kuckuck Tür und Tor öffnen.
Wegen der angesprochene Fehlenden Redundanz: Lest mal dazu das Thema Aredn um Interner und was dazu möglich ist. Das hat für mich den Charakter von sinnvollem Notfunk.
Gruß Stefan
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von DL6WAB » 17. Jan 2020, 19:40

Irgendwo kann ich den "funktechnischen Hintergrund" bei der Anmeldung mittels Rufzeichen schon verstehen. In Foren erlebt man mittlerweile Sachen, da stehen einem die Haare senkrecht in die Luft. Gefördert wird das natürlich, durch Anonymität. Ich bin wirklich kein Freund von permanenter Überwachung und Klarnamenzwang, aber es gibt Foren, da wäre das ganz sicher angebracht.

Nun gut, wer das nicht will oder kann, soll sich halt nicht anmelden. Vielleicht will man auch unter sich sein oder eben wissen, wer sich da angemeldet hat. Es gibt viele Gründe.
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von DJ7WW » 18. Jan 2020, 00:49

dj3ue hat geschrieben:
16. Jan 2020, 22:04

So ungefähr habe ich das von "Szenekundigen" auch verstanden: Die haben vorwiegend mit UKW zu tun, aber Notfunk gibts auch auf KW, und das scheint nicht gerade deren "Kernkompetenz" zu sein...
Vor 40 Jahren war ich knapp 10 Jahre im gleichen OV wie der Notfunkreferent des DARC und wohnte bei Köln.
In der Zeit gab es nicht einen Notfall bei dem Notfunk auf VHF/UHF durch Funkamateure gefragt war.
Aber zwei Mal habe ich Notfunk für das auswärtige Amt auf Kurzwelle gemacht.
Beim zweiten Fall wurde zu mir eine direkte Telefonleitung geschaltet und der Funkbetrieb den ich mit Stationen in der Karibik abwickelte hatte ausschliesslich mit Nachforschungen nach deutschen Personen in den Katastrophengebieten zu tun.
Bei den Notfällen handelte es sich in beiden Fällen um Hurrikanschäden, 1983 Gilbert und Nachforschungen auf Jamaika, 1980 war es Allen und der Funkbetrieb fand ebenfalls mit Jamaika statt.
Bis zur Abschaffung des Notfunkreferenten und auch nicht bis zu meinem Umzug in 1990 an den jetzigen Standort sind mir keine weiteren Fälle bekannt.
2015 habe ich Notfunkbetrieb nach dem Erdbeben in Nepal gemacht, hauptsächlich als Relais zwischen Nepal und USA und ebenfalls zwecks Nachforschung nach Personen. Angefragt hatte mich ein israelischer Funkamateur der im Katastrophenschutz arbeitet.
Einmal gab es eine Übermittlung von Materialanforderungen an das THW in DL die ich telefonisch durch gegeben hatte.

Offenbar gibt es also keinen Bedarf für Notfunkkoffer und Notfunkvereine

73
Peter

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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von DL8SFZ » 18. Jan 2020, 07:54

Interessant zu lesen, Peter, dass du Notfunk gemacht hast in einer Zeit, in der Rotes Kreuz und THW noch richtige Funktrupps mit Kurzwellenstationen unterhalten haben. Daran erkennt man schon, dass diese KW-Stationen mehr für Europabetrieb gedacht waren als für weltweiten betrieb.

Man muss heute aber auch berücksichtigen, dass wir bei der Kommunikation sehr stark von Internet und Satelliten abhängig geworden sind. Ich sehe in Deutschland keine so eine Gefahr der Naturkatastrophen, die in direktem Sinne unser Überleben gefährden. Einzig die Gefahr, dass Deutschland / Nachbarländer / Europa durch eine Naturkatastrophe einen flächendeckenden Stromausfall ausgesetzt wird. Es hängen so viele Dinge des täglichen Lebens vom Strom ab, dass hier eigentlich die größte Gefahr darin besteht, eine Woche und länger keinen Strom mehr zu haben. Die Hilfsorganisationen haben zwar Notstromaggregate, aber viel zu wenig für eine Notbestromung der Bevölkerung. Und dann haben die Bürger ein sehr großes Problem, wenn es weder Geld noch Essen noch Trinken noch fließend Wasser gibt. Diese Situation wird uns alle vor eine sehr große Herausforderung stellen. Dann wird eine Hilfe in der Kommunikationsebene sicher gerne angenommen. Wie die dann aussieht, werden wir erst wissen, wenn es soweit ist.

Und ich denke mal, wenn der Strom in Württemberg weg ist, dann macht es vielleicht schon Sinn, Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen zu können, die noch Strom haben für die eigene Planung, was man tun will. Ich denke hier überwiegend an mich und Freunde.

Gruß Stefan
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Re: Notfunk: Machen wir uns lächerlich?

Beitrag von DF9HC » 18. Jan 2020, 10:36

DL8SFZ hat geschrieben:
18. Jan 2020, 07:54
die größte Gefahr darin besteht, eine Woche und länger keinen Strom mehr zu haben
Das Problem werden dann doch aber auch die meisten Notfunker haben, bzw. ist die eigentlich Herausforderung beim Notfunk dann doch eher die Stromversorgung und weniger der Funk an sich.

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