CW-Filter für Yaesu FT-857D sinnvoll?

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DO9KW
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Re: CW-Filter für Yaesu FT-857D sinnvoll?

Beitrag von DO9KW » 30. Jun 2020, 17:00

Moin zusammen,

danke für die zahlreichen Rückmeldungen :)
Wie schon erwähnt, bis ins letzte Detail habe ich es nicht verstanden, das ist aber auch nicht so tragisch.

So wie ich es verstanden habe kann man die verbauten Filter sowohl zum Senden als auch zum Empfangen auswählen beim FT-857D.
Im Schnellwahlmenü den Filter für den Empfang, im "richtigen" Menü den TX SSB IF Filter, wie genau der Punkt heißt müsste ich nochmal nachschauen.

Daten zu dem fest verbauten Filter findet man, es ist das 2.4 KHz CFJ455K14 von Murata:
https://www.datasheet4u.com/datasheet-p ... ?id=954101

Im Filtersteckplatz 1 ist das 2.7 KHz CFJ455K13 von Murata verbaut, hier bin ich damals nach folgender Anleitung vorgegangen:
http://www.mods.dk/mod/yaesu/DG2IAQ_Mod ... 455K13.pdf
zu diesem 2.7 KHz Filter habe ich bislang aber leider noch kein Datenblatt gefunden..

Besonders sendeseitig bringt der breitere Filter in Verbindung mit dem HF-Clipper von OM Joachim DF4ZS (inzwischen Silent Key), welcher in
meinem MH-31 Handmikrofon verbaut ist, aber enorm viel: http://jwm.de/afu/0ft817.htm
Die Audio wurde bislang durchgehend als ausgezeichnet beschrieben.

Empfangsseitig höre ich aktuell noch nicht so viel Unterschiede zwischen dem fest verbauten 2.4 KHz Filter von MuRata und dem kürzlich erworbenen INRAD Filter mit 2.0 KHz bei schwierigen Bedingungen, im Gegenteil, gefühlt steigt das Grundrauschen mit dem 2.0 KHz Filter sogar an, auch, wenn die empfangenen (schwachen) Stationen gleichzeitig ggf. ein wenig besser zu verstehen sind, ob das jedoch +100€ wert ist sei dahingestellt.

INRAD hat noch mehr Filter für den FT-8x7 im Sortiment, alle jedoch bereits abgekündigt und nur noch schwer zu bekommen, wenn überhaupt:
https://www.inrad.net/home.php?cat=19

Gibt es hier einen Filter, den man alternativ anstelle des 2.7 KHz MuRata und 2.0 KHz INRAD empfehlen kann?
zum Beispiel den 2.3 und/oder 2.9 KHz Filter, letzterer für TX.
Dann könnte ich die Augen nach einem solchen Filter zumindest einmal offen halten.

Den CW Filter werde ich wohl wieder abstoßen, da ich Ihn bei den Digimodes, die mich am meisten interessieren, wohl eher nicht benötigen werde. Den 2.0 KHz Filter evtl. auch, zumal der 857D nicht mein Hauptgerät bleiben wird.
Evtl. wird es mittelfristig einen Umstieg auf einen ICOM, etwa den IC-7300 geben.
Den 857D würde ich dann nur noch für VHF/UHF benutzen, da er dort auch SSB macht.

Ein schwieriges Thema, am Ende vermute ich, dass der Kosten-Nutzen Faktor von Filtern im FT-8x7 relativ gering ist, da wahrscheinlich der Empfänger bei einem Transceiver dieser Art der "Flaschenhals" ist, weil der 8x7 einfach ein Mobiltransceiver ist.

Gruß
DO9KW - Stefan
DO9KW - Stefan - QTH: Sottrum (Niedersachsen) - 19m ü.NN. [JO43OC] - 2m QRG 144.587.50 MHz

DL8LRZ
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Re: CW-Filter für Yaesu FT-857D sinnvoll?

Beitrag von DL8LRZ » 30. Jun 2020, 20:50

Hallo,
ich habe bei digitalen Betriebsarten, also speziell PSK und artverwandte, die Feststellung gemacht, daß die Wirkung schmaler Filter stark von der Qualität des Empfängers abhängt. Beispiel bei meinem DX-70: Im Empfänger entstanden bei dicht belegtem SSB-Kanal viele Mischprodukte der Stationen untereinander, die viele Phantomsignale erzeugten und so den Empfang störten, erkenntlich auch im Wasserfall. Sie ließen sich mit einem schmalen, nachgerüsteten Filter (200Hz) deutlich verringern, so daß schwache Stationen besser lesbar wurden. Eine ähnliche Wirkung zeigte die Verringerung der HF-Verstärkung, in dem konkreten Fall durch Modifikation der AGC des Empfängers.
Betrachte ich meinen jetzigen IC7300, so bringen schmale Filter nichts bei PSK. Der Empfänger erzeugt keine bemerkbaren Mischprodukte und hat einen deutlich größeren Dynamikbereich, es gibt praktisch keine Phantomsignale (höchstens echte Empfangsstörungen), solange man ihn nicht (durch Fehlbedienung meist) übersteuert.
Bei den WSJT-Modes dürften schmale Filter nur in Ausnahmefällen etwas bringen, in der Regel hat man mehr Probleme damit, da häufig das ganze Kanalsegment genutzt wird (Splitbetrieb, Expeditionsmode)
73 Reiner

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Re: CW-Filter für Yaesu FT-857D sinnvoll?

Beitrag von db6zh » 1. Jul 2020, 17:21

.... Besonders sendeseitig bringt der breitere Filter in Verbindung mit dem HF-Clipper von OM Joachim DF4ZS (inzwischen Silent Key), welcher in
meinem MH-31 Handmikrofon verbaut ist, aber enorm viel: http://jwm.de/afu/0ft817.htm Die Audio wurde bislang durchgehend als ausgezeichnet beschrieben.
Jetzt muß ich doch mal grundlegend "die Gemeinde" fragen: die Bandfilter je Mode sind eine reine RX-Angelegenheit, und haben nichts mit der TX Seite zu tun, oder ?? (ist es einfach zu heiß und heute nicht mein Tag ?? :-) ---- dann ziehe ich alle Fragen zurück und gehe in eine kühle Ecke, hatte langen Tag nach kurzer Nacht).
... im Gegenteil, gefühlt steigt das Grundrauschen mit dem 2.0 KHz Filter sogar an, auch, wenn die empfangenen (schwachen) Stationen gleichzeitig ggf. ein wenig besser zu verstehen sind, ob das jedoch +100€ wert ist sei dahingestellt.
Das ist m.E. eher ein Zeichen, daß das Filter besser ist. Weniger Grundrauschen kann auch heißen, daß die RF-Regelung zu macht, weil zu viel Nebensignale durch kommen. Zur besseren Audio ?? Wir machen kein HiFi und mehr (unnötige) Bandbreite verbessert zwar den Klang, aber ..... verbraucht völlig unnötige Frequenzen.

Sorry, wenn ich jetzt Unsinn geschrieben habe, bitte drauf hauen, aber nur kurz. Das vertrage ich und will auch nicht immer recht haben. Aber bitte .... laßt mich Leben bei der Affenhitze .......
:-) 73 Peter

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