Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

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realHans
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Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von realHans » 12. Jan 2020, 21:17

Hallo,
meine Hustler 6BTV (mit 12 und 17m Drähten) verursacht bei 80/40/20m @100 Watt den Ausfall meines DSL Routers.

Nach einiger Recherche habe ich mich entschlossen eine Mantelwellensperre zu bauen, habe also einige Windungen Koax auf einen Stapel Ferritkerne aufgebracht.

Messung:
- ich habe an der Schirmung Ende A ein Signal angelegt: 2V
- das gleiche Signal an Ende B gemessen: 0,1V

f=3,5MHz
d=20log(Ua/Ub)
d= 26 dB

f=5,6 MHz (Das höchste das mein Frequenzgenerator kann)
d=28,3 dB

Frage:
Habe ich überhaupt das Richtige gemessen? Die Werte könnten ja halbwegs Plausibel sein.
Anbei ein Bild des Messaufbaus.

Danke + 73
der hans


IMAG0545.jpg
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DL9UO
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von DL9UO » 13. Jan 2020, 10:33

Hallo, die Werte können schon stimmen, allerdings ist der Meßaufbau hf-technisch ungünstig, was aber bei den Frequenzen noch nicht gravierend sein sollte. Die Schirme kreuzen sich am Ausgang, und machen so einen Teil der Sperrwirkung zunichte.Wenn Du ein L-Meßgerät hast, kannst Du die Induktivität bestimmen, daraus läßt sich dann die theoretische Dämpfung der Mantelwelle ermitteln. Kritisch wird es bei Spannungskopplung, da muß ein erhöhter Aufwand für die Sperrwirkung betrieben werden, bei Dir sind es aber nur 50 Ohm, das vereinfacht alles. Nebenbei: Ich habe gute Erfahrungen mit dem RK1 vom DARC-Shop gemacht.
Gruß Mike

hb9pjt
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von hb9pjt » 13. Jan 2020, 10:42

Ist der Ausgang belastet?

73, Peter - HB9PJT

0ri0n
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von 0ri0n » 13. Jan 2020, 12:04

realHans hat geschrieben:
12. Jan 2020, 21:17
f=3,5MHz
d= 26 dB

f=5,6 MHz (Das höchste das mein Frequenzgenerator kann)
d=28,3 dB

Habe ich überhaupt das Richtige gemessen? Die Werte könnten ja halbwegs Plausibel sein.
Sieht OK aus. Die Induktivität müsste damit bei ca. 50uH liegen. Wo ist die 50 Ohm Last versteckt?
73, Robert

realHans
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von realHans » 13. Jan 2020, 14:45

Hallo,
vielen Dank für das mitdenken. Die 50 Ohm am Ausgang habe ich natürlich vergessen :'|
Gemessen habe ich an der Spule ca 5,5mH.

Evtl. Pflücke ich die Spulen auseinander und baue einen Kellermann daraus. Was meint ihr? (Ich habe noch 50 einzelne Kerne davon).

Heute Abend werde ich das mal Belasten und nochmal messen.

Ich geb Bescheid.

73, der hans

HB9EVI
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von HB9EVI » 13. Jan 2020, 15:51

Moin Hans

Den Grad an Symmetrierung kannst du relativ einfach messen, indem du den Abschlusswiderstand als 2* Z/2 dimensionierst - also 2x 25Ohm Widerstände.
Wenn du während der Messung des Returnloss in der Mitte der beiden Widerstände eine Kurzschlussverbindung nach der unsymmetrischen Masse legst und das RL über den gewünschen Messbereich konstant bleibt, weisst du, dass du ausreichend Symmetrierung erreicht hast.

DL9UO
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von DL9UO » 13. Jan 2020, 17:56

"Den Grad an Symmetrierung" ??? er hat einen unsymmetrischen Senderausgang und die Antenne hat einen unsymmetrischen Eingang.Die MWS ist eine einfache Induktivität!

HB9EVI
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von HB9EVI » 13. Jan 2020, 19:06

es ist eben keine reine Induktivität, sondern eine common mode choke; was nichts anderes heisst, als dass Gegentaktströme ungehindert durchgelassen werden (niedrige Induktivität), während Gleichtaktströme unterdrückt werden (hohe Induktivität) - zwangsläufig erzwingt eine solche common mode choke eine Symmetrierung der Ströme.

Einfach mal nach DL4ZAOs Balun Workshop suchen...

DJ7WW
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von DJ7WW » 13. Jan 2020, 21:32

realHans hat geschrieben:
13. Jan 2020, 14:45
Hallo,
vielen Dank für das mitdenken. Die 50 Ohm am Ausgang habe ich natürlich vergessen :'|
Gemessen habe ich an der Spule ca 5,5mH.

Evtl. Pflücke ich die Spulen auseinander und baue einen Kellermann daraus. Was meint ihr? (Ich habe noch 50 einzelne Kerne davon).
Ich bezweifle, dass das Kernmaterial für solche Zwecke geeignet ist.

73
Peter

DJ7WW
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von DJ7WW » 13. Jan 2020, 21:35

DL9UO hat geschrieben:
13. Jan 2020, 17:56
"Den Grad an Symmetrierung" ??? er hat einen unsymmetrischen Senderausgang und die Antenne hat einen unsymmetrischen Eingang.
Das ist zu bezweifeln, ist ja keine Dummyload.
Der Anschluß, an dem die Abschirmung hängt hat bestimmt kein Erdpotenzial.

73
Peter

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