Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Hilfe und nützliche Hinweise bei Problemen mit Geräten.
dj3ue
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von dj3ue » 9. Nov 2019, 10:47

Peter, du hast recht, aber der Fragesteller hat aller Wahrscheinlichkeit andere Hintergründe zu seinem Vorhaben.
Es geht sicherlich nicht vorrangig um technische Perfektion oder administrative Korrektheit.

Jemand hat "unser Forum" um technischen, und evtl. auch rechtlichen Rat gefragt, und sogar ausführlich beschrieben, was nicht immer der Fall ist.
Und "wir" helfen gerne mit unserem Fachwissen aus.
Wie schon geschrieben, steht es mir aber nicht zu, die pädagogischen oder psychologischen Hintergründe der Idee zu bewerten.

Achim

DK7IH
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von DK7IH » 9. Nov 2019, 23:01

Leif hat geschrieben:
7. Nov 2019, 14:38
Ich bin Mitglied im Förderverein der Schule meiner Tochter, eine der Lehrkräfte ist nun auf uns zugekommen um für den neuen Schulsanitätsdienst um Unterstützung zu fragen. Die eingeteilten Kids sollen im Gebäude und auf den Schulhöfen während ihrer Dienstzeit bei Notfällen erreichbar sein. Das Schulgelände ist ca. 200 x 150 m groß und die Schule ist in drei Gebäude auf dem Gelände verteilt.
Hallo Leif,

an der Schule, an der ich unterrichte, haben die Schüler vom Schulsanitätsdienst solche PMR-Funkgeräte wie z. B. diese hier:

https://www.onedirect.de/4er-set-motoro ... SwQAvD_BwE

Die sind von der Reichweite her betrachtet für ein ganzes Schulzentrum ausreichend, also sollte Euer eher kleiner Bereich damit locker abzudecken sein. Die Geräte werden im Sekretariat geladen und morgens den "diensthabenden" Schülern ausgehändigt, die sie dann mit in den Unterricht nehmen. Funktioniert alles ganz problemlos.

Ein Eingehen auf die teilweise sehr bizarren Kommentare zum Thema "Schulsanitätsdienst" erspare ich mir lieber.

vy 73 de Peter

DK7BY
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von DK7BY » 10. Nov 2019, 00:53

DK7IH hat geschrieben:
9. Nov 2019, 23:01
Ein Eingehen auf die teilweise sehr bizarren Kommentare zum Thema "Schulsanitätsdienst" erspare ich mir lieber.
vy 73 de Peter
Tatsächlich fallen mir zu dem von Dir bestätigten "Schulsanitätsdienst" nur bizarre Komentare ein, weil es bizarr ist.
73 Karsten

db6zh
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von db6zh » 10. Nov 2019, 01:51

@dk7ih: Hallo Peter, ist ja jetzt OT, aber es würde mich doch interessieren, ab welcher Altersklasse ihr Schüler dafür einsetzt. Ich gehe mal davon aus, daß Erste Hilfe unterrichtet wurde, aber wer macht die "Leitstelle" und wie läuft ein "Bedarfsfall" ab (Rettungskette)?? Welches Bundesland seid ihr ?? (Das muß ja auch versicherungstechnisch abgedeckt sein, weil Schulunfälle eigens versichert sind, evtl. kommt es zu Ermittlungen - bei Personenschäden immer und bei Kindern grundsätzlich sehr detailliert).

Ich bin einfach bei der Altersangabe "ab 11jährig" sehr irritiert. Ich wünsche Euch wirklich keinen echten Notfall, sondern allenfalls "Pflaster-Fälle". Bei einem echten Notfall (Lebensgefahr) sind i.d.R. schon die meisten Erwachsenen überfordert. Nichts für ungut, technisch ist die Frage ja leicht lösbar. Aber ..... nicht alles was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll.

73 Peter

DK7IH
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von DK7IH » 10. Nov 2019, 15:17

[*]
db6zh hat geschrieben:
10. Nov 2019, 01:51
@dk7ih: Hallo Peter, ist ja jetzt OT, aber es würde mich doch interessieren, ab welcher Altersklasse ihr Schüler dafür einsetzt. [...]
Hallo Peter,

die Schüler sind in der Mittelstufe so ab Klasse 8 oder 9. Sie bekommen vor dem Einsatz einen umfangreichen EH-Kurs und werden im Bedarfsfall vom Sekretariat aus angefunkt (wo auch der "Notruf" aufläuft) und "verarzten" dann eben kleine Verletzungen. Meistens handelt es sich wohl um Prellungen, Schürfungen etc. wenn es auf dem Schulhof mal wieder "hoch herging". ;-) Bei größeren Sachen wird dann der RTW oder im schlimmsten Fall der Notarzt gerufen.

vy 73 de Peter

DK7IH
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von DK7IH » 10. Nov 2019, 15:19

DK7BY hat geschrieben:
10. Nov 2019, 00:53
Tatsächlich fallen mir zu dem von Dir bestätigten "Schulsanitätsdienst" nur bizarre Komentare ein, weil es bizarr ist.
Glücklicherweise hat Deine Ansicht keine praktische Relevanz. Darf man fragen, welche pädagogische Ausbildung Du hast und worauf Deine Expertise basiert?

73 de DK7IH

DK2BR
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von DK2BR » 10. Nov 2019, 15:55

Moin moin.
Nur mal auf die Schnelle 3 Links rausgesucht zum Nach- bzw. Einlesen.
Da werden sogar zum Teil Defifris zum Einsatz gebracht und nicht nur Pflaster.

@ DB6ZH Bist ja aus Deinem Ehrenamt lt. eigener Aussage schon einige Zeit raus.
Vielleicht hat sich da ja auch inzwischen einiges getan. Wir haben ja auch schon FT8 und nicht mehr nur AM. Hi

73
Herbert
DK2BR



https://jugendrotkreuz.de/die-themenfel ... schulsanis
https://www.johanniter.de/die-johannite ... etsdienst/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schulsanit%C3%A4tsdienst

db6zh
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von db6zh » 10. Nov 2019, 16:29

DK7IH hat geschrieben:
10. Nov 2019, 15:17
...... die Schüler sind in der Mittelstufe so ab Klasse 8 oder 9. Sie bekommen vor dem Einsatz einen umfangreichen EH-Kurs und werden im Bedarfsfall vom Sekretariat aus angefunkt (wo auch der "Notruf" aufläuft) und "verarzten" dann eben kleine Verletzungen. ......
Das hört sich besser an. Die sind dann 14-15 Jahre alt (wenn 6 Jahre als 1-Klässler noch stimmt). Ich bin da zu lange raus :-) , erinnere mich aber auch noch, daß wir etwa in dem Alter EH hatten und mit Begeisterung unsere Mädels verbunden haben und umgekehrt. Wir war "gemischt" und nur nach extern und "intern" aufgeteilt, d.h. Fahrschüler und Ortsbewohner in zwei Parallelklassen (jede mit den eigenen Mädels).

Ich hatte die Befürchtung, daß die mit der Funke auf Patroullie geschickt werden oder so ähnlich. Wenn das Sekretariat als Leitstelle filtert und von dort anruft, ist das ganze doch etwas entschärft. Ein echter Notfall kann für den Ersthelfer ganz schön traumatisch werden, deshalb meine Bedenken.

Ich habe selber nach der Schule immer wieder EH aufgefrischt. Das wurde auch vom QRL gefördert und als Betriebshelfer im Betrieb von RK-Leuten geschult. Als Außendienstler (nur selten im Büro) konnte ich trotzdem teilnehmen. Mit etwas über 40 ist mir dann beim Kunden eine Person in den Armen verstorben und das schafft einen ................ Trotz aller EH war der Kopf nach hinten. Ich habe daraufhin beim BRK die komplette RS-Ausbildung gemacht (heute Notfallsanitäter o.ä., jedenfalls, die, die am längsten dauert). Ich wollte nie wieder so hilflos im Notfall sein. Das ging via Eintritt in die Kolonne und jede Menge Freizeit, mit späterem Dienst an Wochenenden. Vom QRL wiederum mit Sonderurlaub unterstützt.

In späteren Einsätzen haben wir uns bei schweren Fällen sehr oft auch um den Ersthelfer kümmern müssen. Die weitere Ausbildung hilft schon, auch in privater Umgebung besser mit schweren Fällen (inkl. Todesfällen) zurecht zu kommen. Es "kneift" schon, aber man lernt damit zu leben.

Ist jetzt sehr OT, aber ich empfehle jedem, der sich dazu traut, eine ähnliche Ausbildung zu machen. Inzwischen sind die oberhalb EH gut abgestuft und wenn schon Notfunk, vielleicht zum Funken etwas in der Richtung drauf legen. Im Ernstfall hilft das auch persönlich mit den Eindrücken bei einem Notfall um zu gehen.

Jetzt halte ich aber wirklich die Klappe, und @DK7IH, viel Erfolge mit Eurem Sanitätsdienst und ich schraube meine Kritik zurück. @TO: wenn es in diese Richtung wie bei DK7IH geht, ok, aber bitte auf das Alter achten, nicht nur auf das Funkgerät..

73, Grüße Peter

@DK2BR: Hallo Herbert, danke für die Links, schau ich mir später an (family - Dienst :-) . Ich bin seit ~15 Jahren nicht mehr aktiv und Jugend-RK war damals bei uns kein großes Thema, jedenfalls nicht innerhalb der Kolonne. Wir ehrenamtlichen haben an den Wochenende die hauptamtlichen entlastet, mußten aber auch mit denen immer wieder bei den Nachschulungen dabei sein. Ich habe auch ab und an unter Woche mal mit geholfen. Jugend war eine andere Baustelle, ansonsten s. Post.

Leif
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von Leif » 12. Nov 2019, 08:00

Guten Morgen alle miteinander,

erstmal entschuldigt bitte, dass ich mich jetzt erst melden - ich war ein paar Tage ungeplant außer Haus und ohne Internet.

Vielen Dank für die vielen Antworten, ich habe allerdings gemerkt, dass ich leider etwas zu unspezifisch war (oder einfach Sanitätsdienst und Notfälle in Anführungszeichen hätte setzen sollen).

Die Aufgaben des "Sanitätsdienst" umfassen wirklich nur die kleinen, alltäglichen Vorfällen - kleinere Wunden, gestoßene Körperteile, Unwohlsein und wie schon einer von euch geschrieben hat ist das Sekretariat und die beiden betreuenden Lehrkräfte als Filter vorgeschaltet.

So jedenfalls wurde uns das Projekt im Förderverein vorgestellt.

Vielen lieben Dank für die verlinkten Geräte, mit dieser Auswahl können wir uns nochmal mit den Lehrkräften zusammensetzen und dann entscheiden.

Ich bitte nochmals um Entschuldigung, dass meine ungenaue Schilderung der Situation hier zu Verwirrung geführt hat und die Emotionen etwas hochgekocht zu sein scheinen. Das falsche Unterforum war meiner Unwissenheit geschuldet, auch dafür Entschuldigung.


VIele Grüße

Leif

DC4KJS
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Re: Handgeräte für Schulsanitätsdienst

Beitrag von DC4KJS » 12. Nov 2019, 22:15

Hallo Leif,
Dann wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben.
Werden Deine "Sanitäter" bezüglich Funkdisziplin..usw. noch geschult?
Vy 73 de Dc4kjs
Ps. Das mit den Lehrkräften und Sekretäriat als Leitzentrale ist schon mal eine gute Idee.
Amateurfunk, die Brücke zur Welt und darüber hinaus :D

Hinweis:
Für meine Tips und Anregungen übernehme ich keine Haftung, da ich ja nicht vor dem Gerät sitze. Bitte immer die gültigen Gesetze, Regeln und Vorschriften beachten.

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