ICOM 9700

Hilfe und nützliche Hinweise bei Problemen mit Geräten.
HB9EVI
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Re: ICOM 9700

Beitrag von HB9EVI » 18. Apr 2019, 16:59

Dann bist du zufrieden mit dem FY6600?
Ich hab zwei Wien-Brücken für einen Zweitongenerator gebaut; dieses ganze XR2206 und ICL8038 Gedöns ist nicht zu gebrauchen.

Hab gerade bei meinem TS2000 eine Drift von 500Hz auf 2m, folglich 4,5kHz auf 23cm festgestellt und korrigiert; dann mit 100W auf 2m in die Dummy und keine Drift zwischen Lüfter- an und Lüfter-aus gemessen; natürlich liegt der TCXO auch gerade am anderen Ende von wo der Lüfter liegt; es geht also auch anders.

DL8YEV
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Re: ICOM 9700

Beitrag von DL8YEV » 20. Apr 2019, 20:16

HB9EVI hat geschrieben:
18. Apr 2019, 16:59
Dann bist du zufrieden mit dem FY6600?..
Hallo Pascal,ja bin ich.
Die Signalqualität ist überraschend gut. Bedenke, dass der HP334A ja nur die Grundwelle ausfiltert und den Rest als kges anzeigt.
Daher sind alle anderen Nebenprodukte in der Summe bei 10kHz um mind. 66dB unterdrückt. Das ist für so ein Spielzeug schon sehr ordentlich.
Klar, Display und Tasten sind nicht wirklich gut. Aber für die paarmal die ich das Ding benötige reicht es.
Auch der Frequenzbereich unter 1mHz funktioniert ausgezeichnet. Und durch die zwei unabhängigen Kanäle fällt dann halt nebenher noch ein sehr guter NF-Doppelton-Generator ab. Man muss nur noch die beiden Ausgänge über zwei 10k-Widerstände zusammenführen. ;)
Ich wage garnicht daran zu denken, was der IC9700 auf der VHF-Seite aus diesem wirklich sehr sauberen Signal macht. :shock:
Frohes Fest, André

dfIas
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Re: ICOM 9700

Beitrag von dfIas » 20. Apr 2019, 20:34

500 Hz Ablage auf 2 m sind zwar ein beachtliches Stück, aber keine "Drift", bei der man zuschauen oder -hören kann. Alterung oder Erschütterung, falls hier keramische Trimm-Cs verbaut sind, könnten die Ursache sein. Oder einfach noch nie richtig abgestimmt gewesen.
Bei den älteren ICOM-Geräten gab es oft einen einfachen Standardoszillator und man konnte dort aber immerhin was besseres nachrüsten. Jetzt artet ein Update in einem größeren Umbau aus. Einen geregelten Heizer nachrüsten bringt ggf. nicht den gewünschten Erfolg, da laut Fotos alle Bauteile thermischen Kontakt mit der Leiterplatte haben. Bekommt die dann Luftbewegungen auf der Unterseite, nutzt der Schaumstoffblock auf der Oberseite wenig.
Bei meinem 9100 gibt es mit dem eingebauten Oszillator auch eine Merkwürdigkeit: Schaltet man von irgendeiner Betriebsart auf D-Star um, verschiebt sich die Frequenz auf 23 cm um 30 Hz. Das sind zwar nur gut 20 ppb, aber immerhin. Als Erklärung hierzu fällt mir nur irgend ein Problem in der Betriebsspannungskette in Richtung XO ein. Gute OCXO haben oft zweistufige LDOs zur Versorgung, um jegliche Einflüsse gering zu halten. Auch für eine eventuelle Abstimmspannung wird hierauf zurückgegriffen.

HB9EVI
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Re: ICOM 9700

Beitrag von HB9EVI » 21. Apr 2019, 18:53

ich hab den TS2000 jetzt seit 2016 und hab den TCXO damals gleich abgeglichen gegenüber meinem Zähler mit Rb-Referenz, weil er schon mit Offset ins Haus kamm, jetzt sind knapp 3 Jahre später; naja, ist nicht gerade wenig, vorallem auch in Anbetracht, dass er seither immer an demselben Ort stand;
auf 2m hab ich den Offset nicht bemerkt, wohl aber jetzt auf 23cm; eine Alterung von 1ppm/y angenommen, kommt das mit den 500Hz ziemlich gut hin; wobei ja sowieso die Kurzzeitdrift entscheidend ist

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Re: ICOM 9700

Beitrag von DL8YEV » 8. Mai 2019, 19:53

Seit dem 11.4. ist der IC9700 auch bei sherwood gelistet.
http://www.sherweng.com/table.html
Der BDR beträgt stolze 111dB. Ein 30Jahre alter FT736 bringt es auf 125dB :shock:
Das werden dann noch lustige contests...
73, André

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Re: ICOM 9700

Beitrag von HB9EVI » 8. Mai 2019, 19:58

toll, dass sie den 736 noch aufgenommen haben. Der TS-2000 ist aber immer noch nicht gelistet.

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Re: ICOM 9700

Beitrag von DK3QN » 8. Mai 2019, 23:52

Laut Sherwood Tabelle:

IC-9700:
Dynamic Range 3rd order wide spaced (20 KHz) 74 dB, ebenso narrow spaced (2 KHz) 74 dB.
Dazu Sensitivity (Noise Floor/MDS) @ 500Hz von -131dBm.

Typisches Verhalten von SDRs.

Im Vergleich dazu: IC-7000 laut QST

Ein IC-7000 hat laut QST Testbericht auf 144 MHz einen dynamic range 3rd order wide spaced
(20 KHz) von 88 dB (preamp off) und narrow spaced (2 KHz) von 63 dB (preamp off).
Bei Delta von 5 KHz immerhin 78 dB.
Bei Sensitivity (Noise Floor/MDS) @ 500Hz von -133dBm.

Klaus, DK3QN
CW - Queen of Modes -...- TBDXC member

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Re: ICOM 9700

Beitrag von dfIas » 16. Mai 2019, 18:38

Na ja, typisch für SDR ist eigentlich nur, dass die Bandbreite (in Grenzen) keine Rolle spielt.
Der Fehler in der Sherwood-Tabelle ist die Sortierung. Genau genommen muss das gewichtete Integral über das empfangene Band ausgewertet werden. Man kann nicht 2 kHz als das Maß der Dinge ansehen. Die meisten (Stör-)Signale liegen jedenfalls weit außerhalb. Da man jeweils nur zwei Messwerte hat (20 kHz und 2 kHz), könnte man wenigstens gewichten. Oberste Priorität hätte für mich aber der Weitabbereich, also die 20 kHz. Wenn gleich, gewinnt der, der bei kleinerem Abstand besser ist. Für 2 m, 70 cm und höher spielt 2 kHz gar keine Rolle mehr, selbst bei Wettbewerben nicht. Die Tabelle sähe dann schon mal gänzlich anders aus. Es ist ein Unding, dass ein Flex 6700 mit nur 99 dB bei 20 kHz lange Zeit die Führung bildete. Der ist nicht besser als Platz 20.
Mit einem 600-Hz-Roofing-Filter hat sich nun Yaesu mit dem 101 nach vorn geschoben. Auf gleichem Niveau wäre auch Icom mit dem 7850 und dem R9500, wenn sie bessere Filter verwendet hätten, und der Kenwood 990 mit 111 dB verdienstvollerweise auf Platz 1.
Zum 9700 kann ich nur sagen, es ist ein mutiger Schritt, bis 450 MHz den direkten Weg zu probieren. Dass man dort nicht die gewohnten Bittiefen und Oversampling samt Dithering hinbekommt, wie beim R8600 (SDR direkt bis 30 MHz), war von vornherein klar. Aber das ist ausbaufähig. Derweil bleiben viele analogen Systeme dem 9700 in dieser Beziehung noch eine Zeit lang überlegen.
Interessant wären zum Vergleich auch mal die Werte vom IC-R8600 auf 2 m und 70 cm. Ein anderer Vorteil des 8600 ist auch, dass er 5 MHz breit anzeigen kann, im Gegensatz zu dem einen MHz beim 9700. Für SSB/CW und Baken reicht das aus, aber auf 70 cm sehe ich schon lieber mehr.
73

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Firmware Version 1.10 vom 07.06.2019

Beitrag von DK9SAS » 8. Jun 2019, 11:31

Firmware Version 1.10 kam gestern raus:
http://www.icom.co.jp/world/support/dow ... 9700/1_10/
Changes from Version 1.06

"Sync to REF IN" function is added for the reference frequency adjustment.
"UDP Hole Punch" function is added to the DV Gateway function.
"Home CH Beep" function is added.
An indication showing Shifted Digital Twin PBT is added in the filter icon.
SCAN key action is changed.
A file format to save the settings readable with older version firmware is added.
The CI-V commands 25 and 26 work correctly.
ICOM hat wohl eingesehen dass ein manueller Frequenzabgleich Käse ist und nachgebessert - nur leider halbherzig: Laut einem VK Forum
wird jetzt alle paar hundert ms gesynct - leider immer noch keine direkte Kopplung an die Referenz direkt im FPGA..

So werde ich kein Besitzer eines solchen Geräts - da sollte ICOM noch nachlegen :)

73, Sascha

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Re: ICOM 9700

Beitrag von DM2NT » 19. Jun 2019, 21:02

Hallo Funkfreunde,

ich hatte bis vor 2 Wochen auch einen IC9700.
Leider hielt die Freude darüber nicht lange. Eigentlich ein schönes Gerät aber 4 Wochen und mein IC9700 war defekt.
Aus heiterem Himmel, kam nach dem EInschalten folgende Fehlermeldung "FPGA wrong Firmware version". Auch durch ein Update ließ sich der Fehler nicht beseitigen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass Icom den Fehler auf Garantie repariert. Wobei der Service mir da keine all zu große Hoffnung machte. Für mich eigentlich ein klarer Fall von Garantie aber bei Softwaresachen ist das immer schwer nachzuweisen. Nun sitze ich seit 2 Wochen auf dem Trockenen und denke darüber nach, ob ich wohl der einzige mit diesem Fehler bin. Im Netz konnte ich jedenfalls nichts derart finden. Sollte ich die Reparatur selbst zahlen müssen, werde ich das Teil feierlich auf dem Hof verbrennen. Man repariert heute scheinbar nur noch durch Mainboardtausch, welcher mehr als die Hälfte des Neupreises bedeuten würde. Aber wich warte mal ab, was da heraus kommt. Wenn es jemand interessiert, berichte ich das Reparaturergebnis.

Tino

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