ICOM 9700

Hilfe und nützliche Hinweise bei Problemen mit Geräten.
HB9EVI
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Re: ICOM 9700

Beitrag von HB9EVI » 14. Apr 2019, 13:41

Hmm, ich war eher enttäuscht, als ich die ersten Berichte gelesen hab; vorallem dieser 10MHz 'Referenzeingang' ist ein ordentlicher Beschiss.
Ich werd wohl weiterhin ohne Spectrumscope bei >50MHz bleiben und meinen TS-2000X behalten; an sich liessen sich auf die IFs für die anderen Zweige für ein Spectrumscope tappen, aber so wichtig ist es auch nicht.

Insgesamt scheint mir bei Icom eher, dass die letzten Jahre nur Scheininnovationen erschienen sind; gerade die Frequenzaufbereitung war da bei fast allen Geräten nicht state of the art; siehe z.B. Vergleich IC7600 zum TS590 von Kenwood oder der IC-910H zum TS2000

DL8YEV
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Re: ICOM 9700

Beitrag von DL8YEV » 14. Apr 2019, 16:37

HB9EVI hat geschrieben:
14. Apr 2019, 13:41
...Insgesamt scheint mir bei Icom eher, dass die letzten Jahre nur Scheininnovationen erschienen sind; gerade die Frequenzaufbereitung war da bei fast allen Geräten nicht state of the art...
Das sehe ich nicht so krass.
Sowohl der IC7300 als auch der IC9700 haben schon einen recht großen Innovationsfaktor. Sie bringen es halt nur nicht richtig zuende...
Mikrofon und Morsetaste sind offensichtlich nur noch Gadgets als nice to have. :roll:
Bei FT8 gibt es diese Probleme nicht. :lol:
Immerhin gibt es beim IC9700 doch eine Einstellung für die Anstiegszeit bei CW.
Und der default Wert beträgt sogar 4ms :)

HB9EVI
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Re: ICOM 9700

Beitrag von HB9EVI » 14. Apr 2019, 17:19

Ja gut; weil in der Szene der SDR zum Must-have geworden ist, obwohl der bei weitem auch keine totale Neuerfindung des Rads ist. Zudem ist der Begriff SDR zur Ultima ratio geworden, wodurch die meisten glauben, dass dadurch alle anderen Faux-pas, die die Hersteller so bauen, inexistent werden. Vor vielleicht 8-10 Jahren war es der 'Roofing Filter' den alle haben mussten; heute ist es eben der SDR.

dfIas
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Re: ICOM 9700

Beitrag von dfIas » 15. Apr 2019, 12:47

DL8YEV hat geschrieben:
11. Apr 2019, 11:42
Wenn man sich die Bilder vom Inneren des TRX anschaut, stellt man fest, das auf allen Bändern wieder Antennen-Relais zum Zug kommen.
Das ist nur zu einem Drittel richtig, auf 23 cm. Auf 2 m wird ein ganz gewöhnliches Schaltrelais benutzt, ist aber sehr klein und für diesen Frequenzbereich durchaus i. O. Auf 70 cm kommen in gewohnter Weise 4 Pin-Dioden zum Einsatz. Für ein Schaltrelais ist die Frequenz hier dann doch wohl zu hoch, und das 3-GHz-Relais, das auf 23 cm zum Einsatz kommt, ist nur für kleine Leistungen ausgelegt (Verlustleistung < 1 W - das würde wohl eng). Die Pins sind, wenn ich die Bilder auf Demenzradio richtig interpretiere, übrigens bedrahtete und stehend eingelötet. So gesehen hätte man auch ein Relais dort verbauen können. Oder ebenfalls Pins für 2 m nehmen können. Die Nichtlinearitäten der Dioden sind m. E. vernachlässigbar.
Erstaunlich ist auch, dass man diesmal mehr Ausgangsleistung anbietet, als für die Endstufenstufentransistoren spezifiert ist. Für 2 m und 70 cm wird ein AFT05MP075N verwendet, der mit 70 W auf 512 MHz spezifiziert ist. Im IC-910(0) hatte man immerhin noch etwa 80 % Luft nach oben (Sättigungsleistung ca. 180 W auf 2 m, 140 W auf 70 cm). Dennoch ist der LDMOS schon die bessere Lösung, zumal es mit der niedrigen Spannung doch recht flott geht. Die 910(0)er brechen in der Leistung schon ein, wenn die Kabelsicherungen wieder mal oxidiert sind und warm werden.
Na ja, und die Kalibrierhilfe für den Oszillator ... Anfangs fehlte die SMA-Dose und wurde erst später nachgerüstet. Selbst das Druckgussgehäuse muss dafür nachgearbeitet werden (Bohrung, Ausfräsung innenseitig). Und dann wird nicht einmal zuverlässig kalibriert, man kann durchaus auch einmal deutlich daneben liegen (siehe Demenzradio). Von Hand lässt es sich angeblich sogar genauer abstimmen als mit dieser Automatik.
Die starke Drift entsteht wohl dadurch, dass der Oszillator vorm offenen Fenster sitzt und beim Senden Zug bekommt (Lüfter). Dabei ist wirklich massig Platz in dem Gerät. Neben thermischer Abschirmung kommt sicher ein kleiner Umbau mit einem OCXO infrage.
73

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Re: ICOM 9700

Beitrag von OE1TKS » 17. Apr 2019, 16:57

so jetzt ist der erste Bericht in Kurzfassung von der "österreichischen Funküberwachung" heraußen.

da es in den nächsten Wochen ein paar Softwareupdates geben wird, freue ich mich schon auf ein paar neuerungen ...


http://point.at/pdf_Icom/Bericht%20IC%2 ... 130419.pdf
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Tom
http://www.OE1TKS.at
oe1tks(at)oevsv.at

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Re: ICOM 9700

Beitrag von dl3baa » 17. Apr 2019, 19:44

Anscheinend hat keiner in OE ein Problem mit der Frequenzdrift.
Klar: Wurde ja auch nicht überprüft :-)

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Re: ICOM 9700

Beitrag von DK3QN » 17. Apr 2019, 23:20

Die "ALC-Overshoot" Thematik zieht sich bei bei "I" schon fast über Jahrzehnte durch,
bei "K" war's (spätestens) im 570, danach im 590S, bei "Y" waren es auch diverse.

"Copy and Paste"-Problem der Entwickler, "klassischer" Fehler.

Klaus, DK3QN
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DK3QN
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Re: ICOM 9700

Beitrag von DK3QN » 17. Apr 2019, 23:32

@Tom, OE1TKS:

schau' dir bitte deine PN-Eingänge hier 'mal an. Danke.

Habe versucht, dich zu kontaktieren, auch über qrz.com.

Klaus, DK3QN
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Re: ICOM 9700

Beitrag von DL8YEV » 18. Apr 2019, 11:41

dl3baa hat geschrieben:
17. Apr 2019, 19:44
Anscheinend hat keiner in OE ein Problem mit der Frequenzdrift.
Klar: Wurde ja auch nicht überprüft :-)
Ing. Mag. ist halt nicht Dipl.Ing. ;)
Der Bericht zeugt nicht gerade von profunder Fachkenntnis. Die Schwerpunkte werden eben gerade an den falschen Stellen gesetzt.
Mithilfe eines NF-Zweiton-Generators wären für den TX-Zweig wesentlich interessantere Messungen möglich gewesen. ;)
Eine Blockingmessung des RX mittels eines weiteren hochwertigen Messenders hätte auch nicht geschadet. :roll:
73, André
PS Leider hat man beim NF-Zweitongenerator-Bausatz des FA auf die XR2206 zurückgegriffen.
Im Gegensatz zur Originalbeschreibung von DC4KU mit den klasssichen Wien-Brücken Generatoren erreicht man nur einen kges. von etwa 0.5%.
Wer ein klein wenig mehr Geld investiert und sich einen FY6600 gönnt, bekommt dafür zwei durchstimmbare NF-Generatoren bis 50MHz.
Und kges. beträgt im NF-Bereich lediglich etwa 0.0002%!!!
Hier zwei Messungen bei 10kHz und 600kHz mit meinem Oldie, einen HP334.
Wie man sieht, kann https://www.der-amateurfunk.de/download ... id=1034das Gerät auch nach über 40Jahren noch Unterdrückungen des kges. von über 66dB einwandfrei messen 8-)
Edit: Tippfehler, Ablesefehler :? kges. des FY6600 im NF-Bereich ist kleiner 0.03%...
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Zuletzt geändert von DL8YEV am 18. Apr 2019, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

DL6IB
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Re: ICOM 9700

Beitrag von DL6IB » 18. Apr 2019, 14:57

Die Schwerpunkte werden eben gerade an den falschen Stellen gesetzt.
Neben einer ausführlichen Gerätebeschreibung im Wesentlichen nur die Ausgangsleistungen sowie sehr oberflächlich die Nebenpeaks des Senders. Im Empfänger eigentlich nur das Nachmessen der Empfängerangaben des Herstellers und der Filterbandbreiten.
Immerhin wurde festgestellt, daß keine Nachführung durch den 10MHz-Eingang erfolgt! Ist doch was.

Der Artikel dient mehr als Meinungsbild, weniger als ernsthafter "TEST"-Bericht. Immerhin gibt er dies im Kleingedruckten auch ehrlich zu:
"Dieser Bericht dient lediglich der Information und ist kein Messbericht". Vorwerfen kann man ihm also nichts - die Betrachtungsweise ist halt eingleisig.
73, Jörg

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