Korrekter Blitzschutz von Antennen?

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TobiasClaren
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Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von TobiasClaren » 2. Apr 2019, 22:05

Hallo.

Es dürfte ja egal sein, was für Antennen es sind, Funk, Sat etc..
Wenn "Sonstiges" eher passt, bitte verschieben.


Ich versuche gerade die aktuellen Blitzschutz"empfehlungen" (statt des VDE solle es eine staatliche Stelle geben die Regeln erarbeitet, festlegt, und kostenlos online stellt) zu verstehen. Es wurde ja immer wieder etwas geändert.
Evtl. wird auch noch die Regel der sicheren Zone eines Tages fallen, denn Ich las von einem Fall da schlug der Blitz in eine weniger als 1,5m abstehende Sat-Antenne ein, und es soll sogar die Gardine drinnen gebrannt haben.


Gibt es eine wirklich einfache Erklärung mit verständlichen Grafiken?
Sichere Informationen was sein "MUSS", und was nicht?
Und muss man mittlerweile IMMER einen extra Erdspieß für den Antennenmast versenken (also nicht einfach nur an den HES im Keller)?

Z.B: ist es in einigen Bildern interessant dass vor UND nach dem Multischalter ein Erdungsblock ist.
Vor dem MS liegt der Mast, da ist das nachvollziehbar. Denn LNB sind ja heute meist aus Plastik, oft auch die LNB-Halter. Die Schüssel und ihre Halterung ist praktisch immer aus Metall, ist also eher nicht extra zu zu erden und mit Blitzschutz zu versehen.

Nach dem Multischalter ist der Nutzen aber fragwürdig.
Auch die Kabel zu den Empfängern sind geerdet, und zwar über den MS, der über die eingehenden Koaxkabel die ja in einem Erdungsblock stecken geerdet ist.
Außerdem ist der MS noch zusätzlich mit diesem Erdungsblock verbunden.


Man soll den Mast in der einen Erklärung, im einen Bild, direkt mit der HES im Keller, also dem vorhandenen Fundamenterder verbinden.

Woanders wird scheinbar ein eigener neuer Erdspieß (hier 3m, da 9m...) gesetzt. Aber der Mast wird dann dennoch (direkt, nicht über vorhandene PA in Steckdosen...) mit dem HES im Keller verbunden. Also entsteht auch eine Verbindung zwischen Haus-HES und neuer Blitzschutzerdung des Mastes.
War da nicht was mit zu vermeidender "Schleife"?

Dann könnte Ich die Blitzschutzleitung vom Mast ja auch gleich mit ihrem 16mm²-CU-Kabel runter zum HES führen.
Installiert man heute noch Sat-Antennen ohne zusätzlichen neuen Erdspieß?


Und würde man den Mast mit einem neuen extra Erdspieß verbinden, und nur die Koaxkabel und Anlage erden, widerspricht das Aussagen nach denen der Mast immer mit den Koax-Abschirmungen etc. zu verbinden ist.
Außerdem gäbe es dann dennoch eine Verbindung über das Erdreich. Denn es sollten ja beide Erdungen in dauerfeuchtem Erdreich liegen.
Damit besteht ja immer eine gewisse Verbindung. Je nach Entfernung und Feuchte im Erdreich


Welche ist DIE Erklärung die am besten verständlich ist? Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt (nur an HES, An HES UND Zusatzerder...), alle.

db6zh
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von db6zh » 4. Apr 2019, 15:48

Blitzschutz ist was für Fachfirmen und auch in der Elektrotechnik nur für speziell darauf ausgebildete Fachleute. Ebenso wie die oft damit verwechselte Erdung bzw. der Potentialausgleich gehört das in die Hände von Fachkräften, möglichst lokalen wegen der regionalen und lokalen Unterschiede (E-Werk, Bodenbeschaffenheit,... )

Es gibt keinen "Nürnberger Trichter", der mal schnell per 1-2-3-Anleitung alles erklärt. Das ganze Foren Brim-bram-borium darum ist oft umstritten und solange Deine unmittelbare Situation nicht im Detail bekannt ist (geht schlecht per Internet, weil bereits qualifizierte Messungen dazu gehören), halte ich hier Ratschläge für gefährlich. Außer eben ..... lokale Fachfirma um Beratung bitten (für die sie auch haften müssen).

Sorry, aber da geht es um ein lebenswichtiges Sicherheitsthema, 73 Peter

TobiasClaren
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von TobiasClaren » 4. Apr 2019, 22:47

Das war nicht die Frage.
Für Dinge dieser Art würde Ich nie eine "Fachfirma" beauftragen.

Der Witz ist ja, die Handwerker die Online am lautesten "Blöken" (z.B. "Bürgielektriker" aus Berlin bei GuteFrage.net, der droht Fragende anzuzeigen, echt Psycho...), haben evtl. kein Problem sich eine Wasserleitung in den Keller zu legen :shock: .
Sich selbst eine 3-Phasenleitung vom Keller in die Küche legen, Automaten in den Schaltschrank, DLE in der Küche, das ist nicht illegal, dass darf jeder zuhause wie er/sie lustig ist. habe Ich gemacht. Da haben Handwerksregeln vom ZdH und VdE keinerlei Rechtsrang.
Wenn etwas passiert, und man keinen Pfusch nachweisen kann, dann kann man auch einen Laien nicht pauschal verurteilen, wo man bei einem Meister einfach mal annimmt der hat alles richtig gemacht. Auch ich nutze im Kasten Aderendhülsen und flexiblen Draht...
Aber der E-Meister der sich zuhause eine Wasserleitung in den Keller legt, der begeht damit wohl eine Straftat...
Der Staat hat scheinbar Angst vor Salmonellenbildung, die das Haus verlassen kann.


Es handelt sich hier in diesem speziellen Fall, nicht um hohes kompliziertes Wissen, nur um Regeln die sich der VdE ausgedacht hat.
Ein Verein der seine "Gesetze" auch noch teuer verhökert.
Wenn ein Meister oder auch nur Geselle das (hochkompliziertes Wissen) behauptet, deutet das nur auf dessen intellektuelles Niveau hin.
Eine Ratte ist auch viel intelligenter, evolutionär auch höher als eine Kakerlake, aber dennoch ist es eine dumme Ratte.
Ich glaube dass kein Elektriker, wohl nicht mal der Meister und Chef seine Arbeit weiter ausüben würde, wenn er zu zig Mio Euro käme.
Der kleine unbedeutende Physiker an der Uni hingegen, der evtl. 3000/Monat bekommt (keine Ahnung), der würde auch mit 100Mio auf dem Konto eher weiter machen.

Ich kann einfach einen Mast an den HSE im Keller anschließen, und die Technik an den Mast.
Aber mich interessieren die Detail der aktuellen "Regeln" des VdE diesbezüglich.

Der Staat sollte ein eigenes Regelwerk durch eine Behörde (notfalls schaffen) erstellen, und muss das dann kostenlos veröffentlichen.

Eben, weil es ein "lebenswichtiges Sicherheitsthema" ist es moralisch verwerflich keine Auskunft zu geben, obwohl man es evtl. könnte.
Nicht umgekehrt.

Entweder geschieht dann nichts, oder die Person macht es.
Was ist wohl besser, ein vorhandener Blitzschutz, oder gar keiner?!?
Heute ist für eine Sat-Antenne keine Postlizenz mehr nötig. Die wahr eh fragwürdig bis Gesetzes/Verfassungs-widrig bei einer reinen Empfangsanlage. Also kontrolliert da auch keiner den Blitzschutz. Und das darf auch nie der Fall werden.
Zumindest nicht kostenpflichtig. Wenn der Staat Spitzel durch die Straßen oder Google Earth schicken will, naja. Aber dann muss die Abnahme kostenlos sein. Ich habe ja kein Problem es zu machen.
Als die PV-Anlage installiert wurde, hat der Elektriker mich gefragt ob Ich Elektriker sei, als er den von mit Monate zuvor installierten Zusatzzähler im Schaltkasten sah. Weil es korrekt ausgeführt war. Den hatte Ich installiert um vor der "Vernichtung der Beweismittel" zu prüfen ob der alte Feraris-Zähler auch korrekt zählte. Das tat er...

Ich glaube nicht dass hier einer will dass Ich Elektriker werde.
Denn meine Preise wären sehr viel niedriger als die der Konkurrenz.
Zum Leben reichen mir auch 750 Euro im Monat, und da zahlt man keine Steuer drauf.
Außerdem weist man auch keine Mehrwertsteuer aus (§19).
Also sagen wir €35/h oder weniger...

TobiasClaren
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von TobiasClaren » 4. Apr 2019, 22:48

Das war nicht die Frage.
Für Dinge dieser Art würde Ich nie eine "Fachfirma" beauftragen.

Der Witz ist ja, die Handwerker die Online am lautesten "Blöken" (z.B. "Bürgielektriker" aus Berlin bei GuteFrage.net, der droht Fragende anzuzeigen, echt Psycho...), haben evtl. kein Problem sich eine Wasserleitung in den Keller zu legen :shock: .
Sich selbst eine 3-Phasenleitung vom Keller in die Küche legen, Automaten in den Schaltschrank, DLE in der Küche, das ist nicht illegal, dass darf jeder zuhause wie er/sie lustig ist. habe Ich gemacht. Da haben Handwerksregeln vom ZdH und VdE keinerlei Rechtsrang.
Wenn etwas passiert, und man keinen Pfusch nachweisen kann, dann kann man auch einen Laien nicht pauschal verurteilen, wo man bei einem Meister einfach mal annimmt der hat alles richtig gemacht. Auch ich nutze im Kasten Aderendhülsen und flexiblen Draht...
Aber der E-Meister der sich zuhause eine Wasserleitung in den Keller legt, der begeht damit wohl eine Straftat...
Der Staat hat scheinbar Angst vor Salmonellenbildung, die das Haus verlassen kann.


Es handelt sich hier in diesem speziellen Fall, nicht um hohes kompliziertes Wissen, nur um Regeln die sich der VdE ausgedacht hat.
Ein Verein der seine "Gesetze" auch noch teuer verhökert.
Wenn ein Meister oder auch nur Geselle das (hochkompliziertes Wissen) behauptet, deutet das nur auf dessen intellektuelles Niveau hin.
Eine Ratte ist auch viel intelligenter, evolutionär auch höher als eine Kakerlake, aber dennoch ist es eine dumme Ratte.
Ich glaube dass kein Elektriker, wohl nicht mal der Meister und Chef seine Arbeit weiter ausüben würde, wenn er zu zig Mio Euro käme.
Der kleine unbedeutende Physiker an der Uni hingegen, der evtl. 3000/Monat bekommt (keine Ahnung), der würde auch mit 100Mio auf dem Konto eher weiter machen.

Ich kann einfach einen Mast an den HSE im Keller anschließen, und die Technik an den Mast.
Aber mich interessieren die Detail der aktuellen "Regeln" des VdE diesbezüglich.

Der Staat sollte ein eigenes Regelwerk durch eine Behörde (notfalls schaffen) erstellen, und muss das dann kostenlos veröffentlichen.

Eben, weil es ein "lebenswichtiges Sicherheitsthema" ist es moralisch verwerflich keine Auskunft zu geben, obwohl man es evtl. könnte.
Nicht umgekehrt.

Entweder geschieht dann nichts, oder die Person macht es.
Was ist wohl besser, ein vorhandener Blitzschutz, oder gar keiner?!?

Heute ist für eine Sat-Antenne keine Postlizenz mehr nötig. Die wahr eh fragwürdig bis Gesetzes/Verfassungs-widrig bei einer reinen Empfangsanlage. Also kontrolliert da auch keiner den Blitzschutz. Und das darf auch nie der Fall werden.
Zumindest nicht kostenpflichtig. Wenn der Staat Spitzel durch die Straßen oder Google Earth schicken will, naja. Aber dann muss die Abnahme kostenlos sein. Ich habe ja kein Problem es zu machen.
Als die PV-Anlage installiert wurde, hat der Elektriker mich gefragt ob Ich Elektriker sei, als er den von mit Monate zuvor installierten Zusatzzähler im Schaltkasten sah. Weil es korrekt ausgeführt war. Den hatte Ich installiert um vor der "Vernichtung der Beweismittel" zu prüfen ob der alte Feraris-Zähler auch korrekt zählte. Das tat er...

Ich glaube nicht dass hier einer will dass Ich Elektriker werde.
Denn meine Preise wären sehr viel niedriger als die der Konkurrenz.
Zum Leben reichen mir auch 750 Euro im Monat, und da zahlt man keine Steuer drauf.
Außerdem weist man auch keine Mehrwertsteuer aus (§19).
Also sagen wir €35/h oder weniger...

db6zh
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von db6zh » 7. Apr 2019, 22:27

Welche ist DIE Erklärung die am besten verständlich ist? Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt ....
.. und die gibt es. Bei Deinen Ausführungen zweiter Teil kann ich Dir nicht weiterhelfen. Wende Dich dazu bitte an den VDE oder die Politik -- ich klinke mich aus.
Sich selbst eine 3-Phasenleitung vom Keller in die Küche legen, Automaten in den Schaltschrank, DLE in der Küche, das ist nicht illegal, dass darf jeder zuhause wie er/sie lustig ist. habe Ich gemacht. Da haben Handwerksregeln vom ZdH und VdE keinerlei Rechtsrang.
Wenn etwas passiert, und man keinen Pfusch nachweisen kann, dann kann man auch einen Laien nicht pauschal verurteilen, wo man bei einem Meister einfach mal annimmt der hat alles richtig gemacht. Auch ich nutze im Kasten Aderendhülsen und flexiblen Draht...
Der Meister hat in vielen Berufsjahren gelernt, keinen Pfusch zu machen. Du kennst nicht einmal die Regeln und kannst überhaupt nicht übersehen, ob Du andere gefährdest. Das ist das gleiche, wie Autofahren ohne die Verkehrsregeln zu kennen.

Ich habe dafür kein Verständnis. 73 und viel Erfolg, Peter

TobiasClaren
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von TobiasClaren » 9. Apr 2019, 19:01

Der Elektriker hat aber leider keine Fehler gefunden.
Und selbstverständlich kann Ich "übersehen" ob Ich jemand "gefährde".
Ich bitte um Beispiele für solchen "Pfusch". Kein Witz, das hilft uns weiter!
Denn Ich bin mir absolut sicher, kein Beispiel was jetzt kommen könnte, wäre Ich "fähig" so zu pfuschen.
Das hat einfach was mit logischem Denken von Menschen zu tun, die medizinisch nicht als "schwachsinnig" gelten.
Ja, sogar wenn Ich im Kasten noch massive Leitung nutzen würde (wie es zuvor ja Regel war), wäre das kein "Pfusch", nur nicht mehr "Stand der Technik".
Es steht fest, die Art von "Pfusch" an die db6zh hier denkt, macht auch ein Laie nicht ohne Gleichgültigkeit.

Ich hoffe db6zh hält sich selbst an seine Aussagen, kann ER doch nach seinen Aussagen nicht "übersehen" ob er jemand Anderen gefährdet.
Also Ich kann das. Indem Ich mich an die üblichen Regeln und die Logik halte. Und die sind eben kein Hexenwerk.

Da gibt es auch keine Punkte die Handfertigkeit erfordern (wie beim stabilen Schweißen oder Gemälde malen, zum Teil beim Mauern...), sondern die Arbeitausführung selbst kann jeder motorisch nicht behinderte Mensch ausführen.
Solange dieser die Regeln beachtet, ist die Ausführung immer gleich gut, egal ob es ein Meister, oder "jemand" gemacht hat.
Autofahren ist ein d, äh schlechtes Beispiel. Denn Auto fahren ohne Führerschein ist verboten, und man muss die motorische Fähigkeit erlernen.
In der Elektrik gibt es aber keine zu erlernenden feinmotorischen/genauen Fähigkeiten, die Handgriffe kann jeder Trottel.
Und Regeln kann man nachsehen. Ich schaue mal ob ich eine Raubkopie dieser Vereinsregeln finde, und werde die dann herunter laden.
Wer versucht dieses Handwerk in dieser Weise aufzuwerten, der hat entweder Minderwertigkeitskomplexe, oder ist tatsächlich "dumm", hat evtl. einen niedrigen IQ, und die Ausbildung war sehr schwer. Denn man muss wissen, im richtigen Elternhaus wird JEDES Kind Einserschüler, kann eine Elite-Uni besuchen, und wenn es das Kind will, Professor werden (zumindest von den Voraussetzungen).
Das hat Amy Chua bzw. ihre Eltern bewiesen...
Nichts gegen das komplette Wissen eines solchen Handwerks, aber solche Details um die es hier geht, sind kein hochkomplexes Wissen.
Und jeder der es als solches versucht darzustellen, wirkt zurückhaltend ausgedrückt "schlicht".
In wenigen Jahrzehnten werden auch Handwerker, auch Elektriker durch Roboter ersetzt. Das kann man als Fakt betrachten.
Experten halten die Roboter im Film "I. Robot" für das Jahr 2035 für realistisch.

Ach ja, Ich habe mir auch meinen Gasherd selbst mit Rohren etc. mit der Gasflasche verbunden...



Wie kann man den "Lernen keinen Pfusch zu machen"? Klingt "schlicht"...
Ich kann sofort Beispiele mit Fotos etc. von "Meistern" suchen und finden, deren Arbeit nicht besser ist als die von Laien.
Anderes Handwerk, aber mein Arzt erzählte was von "Übersäuerung" der Muskeln ("Muskelkater"). Der hat sogar studiert...
Aber was hilft das, wenn man sich in keinster Weise weiter bildet, scheinbar nicht mal privat so weit interessiert ist, dass man Magazine etc. liest, sieht etc., die einem schon vor Jaaaahren vermitteln konnten, dass "Übersäuerung" mittlerweile als "Landläufig" etc. bezeichnet werden kann.
Und "Meister" ist auch nicht automatisch "Kompetenz". Es gibt Länder, da gibt es gar keine "Meister". Wenn man sich nur mal ansieht was sich die Verantwortlichen rausnehmen was die Anforderungen angeht. Wo man da ohne sicherheitsrelevanten Aspekt diesen Menschen Vorschreibt was sie zu wissen haben. Betriebsführung etc.. Das geht diese Leute, die für die Meisterpflicht Verantwirtlichen, den ZdH etc. NICHTS an. Wenn jemand scheitert, ist das seine Sache. Und es gibt auch keinen Anspruch auf Arbeitsplätze, bzw. sichere Arbeitsplätze.
Wenn jemand Pleite geht, und die Angestellten Arbeitslos sind, ist das NUR die Sache des Betriebsbesitzers. So wie es seine Sache ist in xx Jahren auf Angestellte Gesellen etc. zu verzichten.
Und auch wenn es noch Meisterpflicht gibt, diese Roboter werden eine Zulassung erhalten, die ihnen Arbeiten ohne einen Meister der sie besitzt erlaubt.
Denn sie haben das nötige Wissen, und das wird zuvor in einer Prüfung belegt. Sie bekommen quasi das technische Äquivalent zum Meistertitel.
Ich besitze einen Haushaltsroboter, und kann mir dann den "Skill" für Elektrik herunterladen, und der Roboter kann mir jede Arbeit an der Elektrik auch ganz offiziell ausüben.
Ein reiner Verleiher der selbst kein Handwerker ist, und keine Meistertitel für E-Technik, Gas, Wasser etc. hat, kann Roboter verleihen, bzw. Aufträge für diese Arbeiten entgegen nehmen, und die Roboter raus schicken.
Was technisch möglich, und nützlich ist, wird in jedem Fall auch kommen, das war bisher immer so. Egal was Lobbyisten zuvor versuchen zu verhindern. Das gilt genau so für Roboterpolizisten. Wenn Pfeifen in Deutschland dagegen lobbyieren und wettern, setzen es die Asiaten ein, und zeigen es ist gut, und die Roboter begehen weniger Straftaten (Gewalt etc.) als Menschen. Da sie sich immer an die Regeln halten, keinerlei Aggression kennen, und nicht auf Beleidigung reagieren, und selbstverständlich kein Recht auf (möglicherweise tödliche) Notwehr haben. Nothilfe ja, auch tödlich.


Hier SUCHT man Pfusch durch Meister: https://meisterpflicht.com

Schon aus Gründen der Sicherheit würde Ich es eher vorziehen es selbst zu machen.
Zumindest hinterher kontrollieren. Z.B. wenn eine Arbeit wie bei einer PV-Anlage eine offizielle Abnahme, Rechnung etc. braucht.
Davon abgesehen ist die eigene Arbeit was den gewünschten Aufwand angeht praktisch nur selbst durchzuführen.
Wenn man eine PV-Anlage installieren lässt, klatschen die die Kabel mal eben schnell in Rohren auf die Tapete, während Ich mir die Zeit/Mühe machen würde es Unterputz zu verlegen.
Inkl. Einweichen und ablösen vorhandener Tapete, und danach wieder aufkleben.
Oder ein Unterputz-"Panel" (4cm tiefer liegend [abstehende Kabel] 2x2 UP-Dosen [Sat, LAN, 230V...] in der Wand) in der Wohnzimmerwand, innerhalb der Wand mit 4x EN32, und zusätzlich einem EN20 für späteren optionalen heimautomatisierten Strom in den Keller führend.

Und vergessen wir nicht, an die Gasanlage im Auto kommt der "Fachmann" auch nur, wenn Ich nicht. weiter wüsste.
Und das ist wohl nicht der Fall. Denn das System ist sehr simpel. Dichtungen wechseln, Dichtschraube festziehen, Filter tauschen, Schlauch wechseln, das mache Ich selbst. Auch vorher bei Erdgas, und das hat 200 Bar.
Kommt Wasserstoff, sind es sogar 700 Bar ;-) .


EDIT:
Ich habe mir mal angesehen wie die Elektriker die PV-Anlage, und UM sogar den Kabelanschluss geerdet haben.

Da führt kein Kabel außen am Haus entlang (was ja "empfohlen" wird) zum Boden oder in den Keller, sondern zusammen mit den PV-Stromleitungen (der ca. 10kW-PV-Anlage) durch einen freien Zug des Schornstein in den Keller. Durch den auch die Koaxkabel der Satantenne laufen.
Und dort auch nicht an die Haupterdungsschiene, sondern in den Kasten mit den Eingangsschaltern für die PV-Anlage, und darunter im Kasten der 2-Wege-Zähler. Von dort dann in den alten Schrank von wo aus das Haus den Strom bezieht. Der ist dann mit der HES verbunden.

Unitymedia hat für ihren Umbau von Analog auf Digital sogar eine eigene 16mm²-Leitung vom neuen Montageblech in der Garage zur HES im Keller gelegt. Und das ist nicht mal eine Anlage die irgendwo über der Erde oder außerhalb des Hauses verläuft. Die zuvor analog nicht geerdet war.

Zwei Anlagen durch Elektriker installiert, zwei verschiedene Ausführungen.

Ich habe mir mal das aktuelle Buch "Blitzplaner" von Dehn als PDF herunter geladen. 568 Seiten...
Falls freundliche Mitleser noch andere bessere Tipps für Bücher und/oder Webseiten haben, würde mich freuen.
Wissen darf nie geheim gehalten werden. Solches Wissen erst recht nicht.

db6zh
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von db6zh » 9. Apr 2019, 23:15

... Indem Ich mich an die üblichen Regeln und die Logik halte. ...
Du hast doch hier lauthals gefragt, wo die Regeln erhältlich sind und warum die nicht frei verfügbar sind. Also kennst Du sie auch nicht. Insofern habe ich erhebliche Zweifel an Deiner "Logik".
Da gibt es auch keine Punkte die Handfertigkeit erfordern (wie beim stabilen Schweißen oder Gemälde malen, zum Teil beim Mauern...), sondern die Arbeitausführung selbst kann jeder motorisch nicht behinderte Mensch ausführen......... In der Elektrik gibt es aber keine zu erlernenden feinmotorischen/genauen Fähigkeiten, die Handgriffe kann jeder Trottel.
Da kann eigentlich nur noch Dieter Nuhr helfen https://www.youtube.com/watch?v=rq68A07CDcM
Und Regeln kann man nachsehen. Ich schaue mal ob ich eine Raubkopie dieser Vereinsregeln finde, und werde die dann herunter laden. Wer versucht dieses Handwerk in dieser Weise aufzuwerten, der hat entweder Minderwertigkeitskomplexe, oder ist tatsächlich "dumm", hat evtl. einen niedrigen IQ, und die Ausbildung war sehr schwer. Denn man muss wissen, im richtigen Elternhaus wird JEDES Kind Einserschüler, kann eine Elite-Uni besuchen, und wenn es das Kind will, Professor werden (zumindest von den Voraussetzungen). Das hat Amy Chua bzw. ihre Eltern bewiesen... Nichts gegen das komplette Wissen eines solchen Handwerks, aber solche Details um die es hier geht, sind kein hochkomplexes Wissen....
weiter habe ich nicht mehr gelesen, nur noch bis auf den Schlußsatz geblättert.
Wissen darf nie geheim gehalten werden. Solches Wissen erst recht nicht.
Dein umfangreiches Wissen beseitigt jeden Zweifel.

DL6WAB
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von DL6WAB » 16. Apr 2019, 19:14

Patrick Sölle?
73 de Juergen (DE6WAB, DN6WAB, DL6WAB) - www.dl6wab.de

DJ7WW
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von DJ7WW » 17. Apr 2019, 10:54

DL6WAB hat geschrieben:
16. Apr 2019, 19:14
Patrick Sölle?
Google mal nach ihm. :roll:

DL6IB
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Re: Korrekter Blitzschutz von Antennen?

Beitrag von DL6IB » 17. Apr 2019, 13:29

Ich habe mir mal angesehen wie die Elektriker die PV-Anlage,...
Was Du nicht zu verstehen scheinst: Blitzschutz und Potentialausgleich sind zwei völlig unterschiedliche paar Stiefel - weshalb es auch zwei Berufe sind. Daraus ergibt sich der LOGISCHE Schluß - Potentialausgleich und Blitzschutz sind NICHT vergleichbar und auch NICHT austauschbar!

Beim Blitzschutz wird der Versuch unternommen, das Objekt (Gartenhütte, Gebäude, Mastanlage - was auch immer) aus dem Blitz zu nehmen - denselben also weg und in den Untergrund zu jagen.

Beim Potenitalausgleich wird in der Hausverkabelung lediglich das durch unterschiedliche Leitungslängen aufkommende erhöhte Potiential (was sich in der jeder Steckdose dennoch geringfügig messen läßt), auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig eine zentrale "Erdableitung" des Schutzleiters herzustellen.

Wenn Du mit Deinem Blitzfänger auf den PAV gehst, kommen beim nächsten Blitz - auch wenn er im Nachbarhaus einschlagen sollte - DIR die Wasserrohre und teilweise Stromleitungen aus der Wand. Denn genau dahin leitest Du den Blitz bzw. die Blitzenergie, welche bei Dir noch ankommt. Sowas schonmal gesehen? Google mal - gibt nette Bilder von sowas...

Daß man in den frühen bis mittleren Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts noch davon ausging, daß man beides zusammenführen und gleichzeitig in den Boden leiten kann, hat sich durch solche Vorfäll inzwischen weitestgehend überholt.

Aber natürlich darfst Du in Deinem Haus machen was Du willst. Sogar einen Eimer Wasser in den Keller stellen, in dem Du den Blitzdraht sowie die Schutzleiter der Hausverdrahtung einleitest. Frage ist nur, ob im Ernstfall der Sachverständige der Versicheurng bei Sach- und/oder Personenschaden (!) den roten oder grünen Stempel auf das Formular macht. Das ist dann wiederum auch DEIN Problem - Du hast es ja gebaut.

Das Wort PFUSCH habe ich bis jetzt vermieden.
Auch ich nutze im Kasten Aderendhülsen und flexiblen Draht...
Dazu gebe ich keinen Kommentar ab und verweise im Zweifelsfall auf die Vorschriften in der VDE - wo Leitung und Leitungsbeschaffenheit nach Anwendung im Sicherungskasten vorgegeben sind.
Da haben Handwerksregeln vom ZdH und VdE keinerlei Rechtsrang.
Das erklärst dann im Ernstfall (Brand im Sicherungskasten/der Installation) bitte selbst der Versicherung und/oder dem Anwalt und dem Sachverständigen des Vermieters! Die erklären Dir dann ganz genau, was für einen Rechtsrang sie haben. Du bist nur dann fein raus, wenn durch einen nachfolgenden Schaden auch durch korrekte Leitungen der Brand nicht hätte verhindert werden können. Das ist jedoch nur schwer nachzuweisen, denn vor dem Brand durch Überlast/Kuruschluß sollte ja die Sicherung auslösen. Ergo war der Querschnitt zu gering oder das Material nicht geeignet. Beides sind Verstößte gegen die VdE.

Übringens: Man MUSS auch keinen Elektriker bezahlen, der das alles macht. Es genügt, wenn die Arbeit getan ist, daß ein Elektriker sich das anschaut und seinen Segen dazu gibt. Macht nicht jeder, weil sie ja an der Arbeit verdienen, aber sie machens... Ein Bekannter im Gewerbe (Meister bevorzugt) ist natürlich hilfreich.
73, Jörg

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