Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

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DH5IZ
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von DH5IZ » 24. Mai 2019, 08:35

DC9DZ hat geschrieben:
23. Mai 2019, 15:07
Dann bin ich eben von vorgestern. Eine Lüsterklemme ist klein und sicher und ich bleibe dabei. Aderendhülsen liebe ich. Wenn innerhalb von 20 – 30 Jahren einmal die Röhre gewechselt wird, dann bleibt diese Lösung, weil sie sehr zuverlässig ist. Welch eine tolle Diskussion. Diesen Reichelt Schnick-Schnack braucht keiner. In 20 Jahren gibt es das nicht mehr, jedoch Lüsterklemmen.
Fachkenntnis na ja......

DC9DZ
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von DC9DZ » 24. Mai 2019, 12:49

Manchmal sind Kommentare nur mit Ironie zu ertragen. Ich stelle dem Forum eine ausschließlich durch Software-Algorithmen gesteuerte Auto Tune Endstufe vor, die zudem überaus kompakt aufgebaut ist mit einer Mechanik, die durchgehend auf den 1/10-tel mm genau gearbeitet ist und die problemlos und zuverlässig auf allen Bändern 16 KW Output in SSB produziert. In dieser Endstufe arbeiten viele Mikroprozessoren mit einer Software, die in jahrelanger Arbeit eines Fachmannes einen Umfang von über 15.000 Zeilen Source Code angenommen hat. Die Platinen mit diesen Mikroprozessoren in SMD-Technik sind aufwendigst beidseitig bestückt. Die nächste Generation der Motorsteuerungs-Platinen ist ebenfalls dermaßen aufwendig, dass dies nur mit einer industriell gefertigten und bestückten Technik gemacht werden kann. Selbst die Netzteil-Platine ist in 4-Lagentechnik aufgebaut. Aber hier im Forum wird dann in mehreren Beiträgen über eine alberne „Lüsterklemme“ diskutiert, die mit der vorgestellten Endstufe gar nichts zu tun hat und es wird mir unterstellt: „Fachkenntnis, na ja“. Also, ich beginne zu bereuen, hier solchen oberschlauen Fachmännern, die gerade mal drei Worte von sich geben können, komplexe Projekte vorzustellen.

Die Reihenfolge sollte immer so sein, erst zeigen, was man so drauf hat und dann erst arrogant-überhebliche Sprüche abgeben. Bitte nicht umgekehrt. Fachkenntnis zeigt sich auch nicht, wenn jemand den Reichelt-Katalog auswendig gelernt hat.

Wer Klemm-Wackel-Verbindungen verwendet im Außenbereich eines schweren Gerätes, wo zugepackt wird und wer verlernt hat, Aderendhülsen zu verwenden und Schwierigkeiten hat, mit einem Schraubendreher umzugehen, der sollte sich von jeglichen Selbstbauprojekten fernhalten. Mit herablassenden Sprüchen ist noch niemals ein Gerät entstanden. Dies ist keine Ironie mehr. Jetzt werde ich für meine Ehrlichkeit sicherlich mit weiteren nicht technischen Kommentaren zugeschüttet… Mein Appell ist trotzdem: Erst selber bauen, dann schlaue Sprüche.

73, Karl

elektrolurch
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von elektrolurch » 24. Mai 2019, 15:36

DC9DZ hat geschrieben:
24. Mai 2019, 12:49
Manchmal sind Kommentare nur mit Ironie zu ertragen. Ich stelle dem Forum eine ausschließlich durch Software-Algorithmen gesteuerte Auto Tune Endstufe vor, die zudem überaus kompakt aufgebaut ist mit einer Mechanik, die durchgehend auf den 1/10-tel mm genau gearbeitet ist und die problemlos und zuverlässig auf allen Bändern 16 KW Output in SSB produziert. In dieser Endstufe arbeiten viele Mikroprozessoren mit einer Software, die in jahrelanger Arbeit eines Fachmannes einen Umfang von über 15.000 Zeilen Source Code angenommen hat. Die Platinen mit diesen Mikroprozessoren in SMD-Technik sind aufwendigst beidseitig bestückt. Die nächste Generation der Motorsteuerungs-Platinen ist ebenfalls dermaßen aufwendig, dass dies nur mit einer industriell gefertigten und bestückten Technik gemacht werden kann. Selbst die Netzteil-Platine ist in 4-Lagentechnik aufgebaut. Aber hier im Forum wird dann in mehreren Beiträgen über eine alberne „Lüsterklemme“ diskutiert, die mit der vorgestellten Endstufe gar nichts zu tun hat und es wird mir unterstellt: „Fachkenntnis, na ja“. Also, ich beginne zu bereuen, hier solchen oberschlauen Fachmännern, die gerade mal drei Worte von sich geben können, komplexe Projekte vorzustellen.

Die Reihenfolge sollte immer so sein, erst zeigen, was man so drauf hat und dann erst arrogant-überhebliche Sprüche abgeben. Bitte nicht umgekehrt. Fachkenntnis zeigt sich auch nicht, wenn jemand den Reichelt-Katalog auswendig gelernt hat.

Wer Klemm-Wackel-Verbindungen verwendet im Außenbereich eines schweren Gerätes, wo zugepackt wird und wer verlernt hat, Aderendhülsen zu verwenden und Schwierigkeiten hat, mit einem Schraubendreher umzugehen, der sollte sich von jeglichen Selbstbauprojekten fernhalten. Mit herablassenden Sprüchen ist noch niemals ein Gerät entstanden. Dies ist keine Ironie mehr. Jetzt werde ich für meine Ehrlichkeit sicherlich mit weiteren nicht technischen Kommentaren zugeschüttet… Mein Appell ist trotzdem: Erst selber bauen, dann schlaue Sprüche.

73, Karl
Na, dann kann ich ja nicht gemeint sein:

- Betreibe ausschließlich hmbr - Geräte. ( nicht mal Bausätze )
- 4 lagige Leiterplatten - Gähn - in meinem Beruf als Kleinsensoren - Entwickler mache ich das auch, muss ich hier nicht "herausposaunen".
- Software für uC ist im qrl ( s.o. ) mein tägliches Brot.

Sag, mal war von dir ( Dressler) nicht diese Röhrenendstufe, ca. 80 MHZ, ca. einige KW, sehr kompakt, Autotune usw, die wir Anfang der 90 er zum Pumpen des 1/4 Wellen Resonators unseres Nachbunschers benutzen wollten ?

73, EL.

DC9DZ
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von DC9DZ » 24. Mai 2019, 18:23

Wer mich duzt und meint, er könne aus der Anonymität heraus Fragen an mich stellen, der täuscht sich. Ich bin zwar von „vorgestern“, elementare Höflichkeit gilt jedoch immer. Auch habe ich kein Interesse daran, mich einem Wettbewerb zu stellen, wer das eindrucksvollste männliche Organ hat oder die ultimative Schlauheit für sich allein gepachtet hat. Ich gebe gerne zu, dass die Nobelpreisträger hier im Forum alles selbstverständlich weit besser machen können.

Gerne jedoch beantworte ich Fragen zur Technik des vorgestellten Selbstbauprojektes. Wie gesagt: Es ist nur ein Selbstbauprojekt und ich bin nur ein einfacher lizenzierter Amateurfunker. Das ist jedoch eine gute Basis für Fragen.

73, Karl

dl3baa
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von dl3baa » 24. Mai 2019, 18:35

Moin Karl, ich hatte Dir eine PN geschickt die Du vermutlich noch nicht gelesen hast...

db6zh
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von db6zh » 24. Mai 2019, 19:42

Jetzt habe ich eine einfache Frage @DC9DZ, fast schon OT, mangels eigener Fachkenntnis ...... Ist das Platinenmaterial bezogen auf Hitze spezielles Material (bzw. gibt es so etwas überhaupt) oder "normales Platinen-Zeugs" wie in PCs und Rechnern üblich?? Oder sind die Temperaturen in der "Platinenecke" ausreichen weit unten - in allen Betriebsbedingungen ?? Lt. Bild sind die ja nun nicht sooooo weit weg von der Endröhre.

Hintergrund, sorry OT: ich habe gerade mit etwas Bauchweh ein zerschossenes Uralt-Radio-Netzteil per Lochraster-Platine ersetzt, wobei die Plazierung thermisch ungünstig ist, aber ausreichen sollte. Bei Röhrengeräten habe ich mich bisher nie großartig um Temperaturen gekümmert und die Teile kriegt man bis 102° ganz regulär und preiswert. Platinen waren in den Geräten für mich tabu, möglichst nur Alu oder Eisen, ganz altmodisch.

Bin neugierig, aber nicht so lebensnotwendige Info .... 73 Peter

DC9DZ
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von DC9DZ » 24. Mai 2019, 20:39

Gerne beantworte ich technische Fragen. In der Nähe der I/O-Platine herrschen nur kühle Temperaturen, so um 25°C. Die keramische Senderöhre gibt ihre Wärme nicht über Strahlung ab, sondern fast nur an den Kühlluftstrom. Der Weg der Wärme nach draußen ist sehr kurz: Nur etwa 5 cm von der Anode nach oben durch den Deckel. In der PA ist alles aus Sicht der Bauteile kühl. Nur die Kühlkörper kommen ihrer Aufgabe nach, die Verlustwärme ihrer Halbleiter abzugeben. Da alle Kühlkörper zu etwa 100% überdimensioniert sind, werden diese Kühlkörper nur ca. 65 – 70 °C warm. Die Halbleiter dürften deshalb zig-mal länger leben als der davor sitzende OM.

Die I/O-Platine hat ein speziell HF-taugliches Platinen-Material. Bei unseren ganz großen PAs verwenden wir Teflon-basiertes Platinen-Material. Hier sind die HF-Spannungen im dafür interessanten Bereich. Im räumlichen Bereich der I/O-Platine ist es ansonsten wirklich kühl.

73, Karl
Zuletzt geändert von DC9DZ am 24. Mai 2019, 21:35, insgesamt 1-mal geändert.

Klaus
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von Klaus » 24. Mai 2019, 21:28

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db6zh
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von db6zh » 24. Mai 2019, 23:12

DC9DZ hat geschrieben:... Die Halbleiter dürften deshalb zig-mal länger leben als der davor sitzende OM.....
Ja, das dürfte für den einen oder anderen Oldie (meiner Geräte) im Shack auch zutreffen, bzw. schon eingetroffen sein. Man hat früher allgemein massiver gebaut, zumindest bei den professionellen Geräten. Danke für die Antwort. Die doch niedrigen Temperaturen haben mich jetzt überrascht. In meinem OT- Rep.-Fall muß ich bloß ein paar Volt kaputt machen und bei einem externen Test der Ersatzplatinen wird der Widerstand dazu bei 1/3 Nennlast (nur strahlungsgekühlt, geht nicht anders) 90° warm - natürlich etwas hochbeinig über der Platine. Ist in einem Röhren-Gerät kein Thema, solange das an einer "guten" Stelle passiert. Man hat (leider) früher oft die Trafos schon für 70° ausgelegt. Da geht es Deiner PA ja richtig gut.
73 Peter

DJ7TL
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Re: Auto Tune Endstufe mit 4CX3000A

Beitrag von DJ7TL » 26. Mai 2019, 15:52

Hallo,

das ist ein schönes Projekt mit der 4CX3000A Endstufe. Vor allem mechanisch auch sehr schön umgesetzt.

@Andre,

ich kenne die Marconi H1141 sehr gut. Der Z80 Prozessor der in der Endstufe verbaut ist dient lediglich der
Kommunikation mit der Aussenwelt; das heisst er handelt Ein und Ausgänge zum Remote Betrieb der PA und
liefert in Zusammenarbeit mit einem 16 fach gemultiplexten AD-Wandler auch noch die analogen Meßwerte
über eine serielle Schnittstelle. Man bekommt natürlich auch nochmal alles analog raus wie Anodenstrom,
Schrimgitterstrom, Ausgangsleistung und Rücklaufleistung.
Die H1140 hatte an der Stelle im Steuerrack "nur" ein Relaisboard für E/A
Über das "Autotuning" der H1141 kann ich nur sagen das das wirklich das schnellste ist was ich jemals bei
einer Röhren PA gesehen habe. Die PA hat zwei Modi zum Abstimmen, und zwar "Coarse tune" und "Fine Tune".
Coarse tune wird automatisch aktiviert wenn der Eingangsfrequenzzähler eine zu große Abweichung zur voreingesstellten
Frequenz misst. Ansonsten läuft die PA innerhalb eines Bandes im Bereich von Sekundenbruchteilen hinterher.

Das ganze geht ohne Microprozessor, lediglich Eingangsfrequenz, Betrag und Phase werden gemessen. Auch kann man
wenn man "schnelle Augen" hat anhand der Leuchtdioden sehen in welchem Schritt der Abstimmung sie sich gerade befindet.

@ Karl,

wirklich eine schöne PA, vor allem 620kg leichter wie eine H1141. Wir hatten uns ja voriges Jahr bezüglich des Eingangskreises
und des Transformationsverhältnis am Gitter der 4CX3000a ausgetauscht. Ich habe es sehr ähnlich umgesetzt und es funktioniert
durchgängig von 160m bis 10m mit einem SWR von schlechtestens 1,3 auf dem kürzesten Band. 1:4 passt bei der Röhre top.
Auch mein Eigenbau läuft gut, allerdings habe ich das mit einem Variometer statt einer Rollspule gelöst.
Aber das kann ja jeder machen wie er Material in der Bastelkiste findet. Bilder von meinem Projekt findet man auf qrz.com und
wer wissen möchte wie mein "Autotuning" funktioniert kann mich gerne per Email anschreiben. Dan sende ich die Schaltungsunterlagen
als .pdf zu.


Herzliche 73 aus dem Pott,

Jörg DJ7TL

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