FMN oder FM auf 2m?

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DL8SFZ
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Re: FMN oder FM auf 2m?

Beitrag von DL8SFZ » 7. Okt 2019, 18:42

Jetzt liest sich das aber besser!

Hallo Peter,
der Reihe nach mal zu deinen Aussagen:
Wenn digital z. B. DMR gemeint ist, das kann man nicht so einfach mit einem Analogrelais umsetzen, da kauft man sich ein fertiges Gerät, das dann auch alles kann, was mit Analog einfach nicht geht. Weiter betreut die ARIG-MN hier, in der ich auch Mitglied bin und aktiv bei den Aufbauten dabei bin, mehrere DMR-Relais und keines ist einfach nur so aufgebaut worden. Also kann es bei den "Knatterrelais" (Die Bezeichnung gefällt mir! :D ) eigentlich nur um mangelndes Verständnis für die Technik gehen.

Das Problem Überreichweiten kenne ich selber sehr gut, Relais Ludwigsburg und Relais München Olympiaturm sind auf der selben Frequenz und ich habe mit meinem schwäbischen Dialekt auch schon halb Bayern unterhalten... :oops: Doch daran ändert auch Schmal-FM nichts, wenn beide Relais auf der selben Frequenz liegen. Wenn die meiste Zeit der Betrieb ohne Beeinträchtigungen funktioniert, ist das doch okay. Gefühlt gibt es eh mehr Relais als Relaisbenutzer. Dass mancher User etwas mehr daran denken sollte, dass Amaterufunk verbinden soll und nicht für jeden OM eine eigene Frequenz bereithält.

So, genug Off-Topic, zum Thema Schmal oder Breit:
Wenn die Hersteller der 2m und 70cm Geräte von Haus aus die Geräte auf eine einheitliche Lautstärke eingestellt hätten und auch der Hub wirklich gleich wäre, dann hätten wir das Problem nicht. Aber wenn Geräte der selben Baureihe eines namhaften Herstellers sogar unterschiedliche Lautstärken in der NF bringen, dann darf man sich nicht wundern, wenn jeder Zweite mit Modifikationen an Hub und Mike daherkommt.

Gruß
Stefan
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dj3ue
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Re: FMN oder FM auf 2m?

Beitrag von dj3ue » 7. Okt 2019, 19:30

Dell55neu hat geschrieben:
7. Okt 2019, 11:09
Korrektur: Bei DMR werden 2 Zeitschlitze zu je 6,25 Khz verwendet.
Klar, wenn beide Zeitschlitze "laufen", ist die benutzte Bandbreite dann auch 12,5 Khz, wie bei digitalem C4FM/analogen NFM....
Nebenbei bemerkt, DMR benutzt nicht 2x 6,25khz nebeneinander, sondern 2x 12,5khz hintereinander, ist also immer 12,5khz breit ;-)

Mir ist eigentlich nur mein lokales 2m Relais Kalmit (145,700) bekannt, das rund 120km der oberrheinischen Tiefebene abdeckt, und dessen Rauschsperre den Hub begrenzt.
Na und?
Dann geh ich etwas weg vom Mikrofon, das funktioniert sogar mit einem Trio TR-2300 von 1979 ;-)

Auf der anderen Seite habe ich auf 98m Normalnull und Rundstrahler relativ wenig Gedränge auf den Relaiskanälen und habe mir am Standort noch nicht so viel Gedanken über die FM-Bandbreite gemacht.

db6zh
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Re: FMN oder FM auf 2m?

Beitrag von db6zh » 7. Okt 2019, 20:29

DL8SFZ hat geschrieben:
7. Okt 2019, 18:42
....... zum Thema Schmal oder Breit:
Wenn die Hersteller der 2m und 70cm Geräte von Haus aus die Geräte auf eine einheitliche Lautstärke eingestellt hätten und auch der Hub wirklich gleich wäre, dann hätten wir das Problem nicht. Aber wenn Geräte der selben Baureihe eines namhaften Herstellers sogar unterschiedliche Lautstärken in der NF bringen, dann darf man sich nicht wundern, wenn jeder Zweite mit Modifikationen an Hub und Mike daherkommt......
Ich nutze hier selber als OV-Telefon einen TR2300, für APRS mein altes TR2200G und ansonsten ein Duplikat meiner Mobilstation Alinco 590. Letzeres mit CTCSS Module. Ansonsten zwei Yaesu US-Modelle als Handfunken. Die alten Geräte TR.... laufen problemlos mit leicht abgedrehtem Hub, beide nur 1W und ohne PA. Das reicht für Relaisverkehr via Außenantenne recht gut. Der Alinco läuft i.d.R. nur mit 5W (kleiner geht nicht). Sendeseitig muß man wenig machen, um andere nicht zu stören. Ein "Knatterrelais" liegt nur 12,5kHz von DB0XF weg und rödelt mir im TR2200G die Rauschsperre auf, "knattert" dann halt so leise vor sich hin, weil ich da immer standby bin, deshalb der Ausdruck. Es stört eigentlich wenig, weil kaum was los ist, und wenn DB0XF da ist, überhaupt nicht. Ich habe keine Ahnung, wer wie und wo dort funkt.

Ich mache das ganze Digital-Gedöns eigentlich nur deshalb nicht mit, weil ich nicht einsehe, daß ich trotz Afu-Genehmigung noch zusätzliche Erlaubnis von Hans und Franz dazu haben soll, in mehr oder weniger öffentliche Datenbanken eingetragen werde und mich um spezielle Codecs &Co kümmern soll. Da kann ich auch gleich telefonieren. Sorry, da bin ich halt etwas dickköpfig. Kann ja jeder machen, der will und ich muß ja nicht. Digital müßte ich neu kaufen, Umbau der Oldies ist Schmarrn, und dafür reizt es mich auch per Neugierde nicht. Ist jetzt aber echt OT.

Nochmal zu alten Geräten: mit NFM hat man dort eigentlich keine echten Probleme auf der Sende-Seite. Problematisch ist halt die RX-Bandbreite, mit der man z.B. beim TR2200G Sendungen im benachbarten 12,5kHz Kanal teilweise mit hört. Die RX-Lautstärke ließe sich vermutlich noch anpassen, aber einen Filteraustausch bei den Oldies ist eigentlich Krampf. Z.Zt. ist eigentlich auf 2m hier (München und Region Ingolstadt) die Welt noch einigermaßen in Ordnung. Nachdem Relais eigentlich nicht für DX Verkehr gedacht sind -- wenn man mal vom Zugspitz-Relais absieht, auf "DL's Pikes Peak" -- sind mir keine gravierenden Probleme hier in der Region bekannt. (Außer bei Überreichweiten per Münchner Stadtfunker, die dann endlich vom Balkon mal DX machen können/wollen :-) )

Bei meinen Handfunken kann ich auf NFM umschalten, aber dann kommt sofort ein Anpfiff: zu leise.
73 Peter

dj3ue
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Re: FMN oder FM auf 2m?

Beitrag von dj3ue » 7. Okt 2019, 22:04

db6zh hat geschrieben:
7. Okt 2019, 20:29
Ich mache das ganze Digital-Gedöns eigentlich nur deshalb nicht mit, weil ich nicht einsehe, daß ich trotz Afu-Genehmigung noch zusätzliche Erlaubnis von Hans und Franz dazu haben soll, in mehr oder weniger öffentliche Datenbanken eingetragen werde und mich um spezielle Codecs &Co kümmern soll.
...das leidige Problem....zumal die Privatperson für die Registrierung einer DMR-ID höchstwahrscheinlich gar keine "Anforderberechtigung" für ein behördliches Dokument hat.
Dieses "nicht genehmigte Vervielfältigen" und "Versenden an einen unbekannten Dritten",
mache voller Stolz noch in "urkundenfähiger Qualität" halte ich auch für ziemlich datenschutzbedenklich.

Ich war so früh beim Digitalfunk dabei, ich konnte meine beiden DMR-ID noch mit meinem guten (Ruf)Namen ordern.

Obwohl das besagte 2m-Relais auf "breites" FM gelegentlich allergisch reagiert, geht keines meiner Icom-Yaesu-Anytone-Radiodiddy-Geräte bei normaler Einstellung und normalem Besprechen in die Begrenzung.
Es hat den Anschein, das auch bei "normalem" FM der Hub/die Lautstärke relativ gemäßigt ist.

DL6WAB
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Re: FMN oder FM auf 2m?

Beitrag von DL6WAB » 8. Okt 2019, 19:34

db6zh hat geschrieben:
7. Okt 2019, 20:29
Ich mache das ganze Digital-Gedöns eigentlich nur deshalb nicht mit, weil ich nicht einsehe, daß ich trotz Afu-Genehmigung noch zusätzliche Erlaubnis von Hans und Franz dazu haben soll, in mehr oder weniger öffentliche Datenbanken eingetragen werde und mich um spezielle Codecs &Co kümmern soll. Da kann ich auch gleich telefonieren. Sorry, da bin ich halt etwas dickköpfig. Kann ja jeder machen, der will und ich muß ja nicht. Digital müßte ich neu kaufen, Umbau der Oldies ist Schmarrn, und dafür reizt es mich auch per Neugierde nicht. Ist jetzt aber echt OT.
Ja, ist OT aber völlig richtig! Ich hab mir vor 8 Monaten ein DMR Gerät gekauft, war eine absolute Fehlentscheidung! :evil:
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