Antennengenehmigung etc.

Hilfe und nützliche Hinweise bei Problemen mit Geräten.
DK7BY
S7
Beiträge: 194
Registriert: 12. Jun 2018, 09:50

Re: Antennengenehmigung etc.

Beitrag von DK7BY » 15. Jul 2020, 13:00

Die Alurohre wären nicht ausreichend dimensioniert für 20m Höhe, es sind mindestens Abspannungen in drei Etagen erforderlich wenn der Mast so dünn ist und es dürfte auch äusserst schwierig werden ihn in die Senkrechte zu bringen.
Mein 19m Alumast aus Alurohr mit 5mm Wandstärke, das letzte Teil hatte 3,5mm Wandstärke konnte ich mühelos per Jütbaum oder Winde durch eine Eiche allein aufstellen und oder herunterlassen. Ich hatte unter 2/3 Höhe eine Abspannung, mehr nicht. An dem Mast war ein 2x21m Dipol mit HL befestigt. Der Mast hat Stürme überstanden, die ringsherum Bäume entwurzelte. Das obere Rohr hat sich bei entsprechendem Sturm gebogen wie ein Flitzebogen, ist aber nie gebrochen. Ich denke mal das bei mir an der Küste ein guter Belastungsindex für Antennenkonstruktionen gegeben ist.
Die einzelnen Rohre würde ich mit mehreren Schrauben verschrauben.
Jeweils ca. einen Meter in die Rohre rein und in den Boden auch nochmal einen Meter einbetonieren.
Damit würde ich auf 20m Höhe kommen.
Nicht das Rohr verschrauben, das Material darf nicht angegriffen werden, und auch nicht einbetonieren. Siehe meinen vorherigen Post.

73
Karsten

db6zh
S8
Beiträge: 604
Registriert: 5. Jun 2018, 14:27

Re: Antennengenehmigung etc.

Beitrag von db6zh » 15. Jul 2020, 22:08

B-Plan ?? Bebauungsplan ist (zumindest in Bayern) ein feststehender Begriff. B-Plan ist mir kein Begriff. Es kann auch durchaus sein, das in alten Dorfgebieten (Dorfkern) kein Bebauungsplan existiert, ist z.B. bei mir der Fall. Dann gilt eine Anpassung an die Nachbarbebauung. Kann Vorteile haben, aber evtl. auch Nachteile. Die Gemeinden können zwar überplanen, aber ..... da sitzen dann meisten die alten Familien und wollen sich nichts vorschreiben lassen. Die Landesbauordnung muß der TO auf jeden Fall einhalten, d.h. >10m freistehend Baugenehmigung. Im Münchner Umland gab/gibt(?) es aus den 70er Jahren Baugebiete mit kompletten Außenantennen-Verbot. Ist mir vom 1978 auf QTH-Suche in Erinnerung. Ob das durchgehalten wurde, weiß ich nicht. Das Problem ist nach wie vor eine fleckenweise Mobilfunk-Hype, die dann auch auf Afu-Antennen durchschlagen kann. (Ähnlich der beschriebenen Wind"mühlen"-Hype). Also wirklich erst einmal umhorchen und dann planen (träumen :-) ).

73 Peter

DO2KH
S6
Beiträge: 98
Registriert: 10. Jun 2018, 09:24

Re: Antennengenehmigung etc.

Beitrag von DO2KH » 16. Jul 2020, 02:53

Guten Morgen,

Bei uns ist sogar die Aussenfarbe eines Haus, in kleinem Rahmen der farblichen Auswahl vorgeschrieben. Am besten erkundigst Du dich bei der Verwaltungsgemeinschauf deines Landkreis, dort liegen Unterlagen zur Einsicht bereit.

Wie ein Om es im Fred erwähnte, Fahnenmaste mit bayerischer, fränkischer Farbgebung, oder GFK Maste dürften kein Problem darstellen. Auch ausfahrbare Maste, welche nur während des Betriebs 10m überschreiten und mit dem Haus fest verbunden sind stellen in meiner Gemeinde kein Problem dar, nur freistehende sind untersagt. Dies bezieht sich nur auf Gittermaste, welche einer Baugenehmigung unterliegen.

73 Karsten

Denyo040
S3
Beiträge: 16
Registriert: 18. Jan 2019, 13:51

Re: Antennengenehmigung etc.

Beitrag von Denyo040 » 16. Jul 2020, 07:29

Moin,

Den B-Plan gibt es für Neubaugebiete bei uns, der auch nur für diese dann gilt. Da steht dann, welche Firsthöhe zulässig ust (ich hoffe das gilt nur für Häuser und nicht für Masten) und was fürn Dach oder welche Farbe der Klinker haben darf etc.
Habe gestern mal etwas weiter geschaut, in den Bauplan steht wohl nichts.
Das sind zumindest für mich gute Nachrichten.

73

Dipol
S2
Beiträge: 9
Registriert: 17. Jul 2018, 23:49

Re: Antennengenehmigung etc.

Beitrag von Dipol » 30. Jul 2020, 17:48

dl5ym hat geschrieben:
14. Jul 2020, 18:12
Für Blitzschutz gibts ne DIN - war vor paar Tagen ein Beitrag hier vom user dipol , alternativ bei Firma Dehn auf der Webseite sehen, was da zu dem Thema steht. Es ist keine gesetzliche Vorgabe - d.h. du mußt dich nicht zwingend dran halten, aber ... ist ist Stand der Technik und wird bei Problemen sofort relevant.
Bei Gebäuden mit einem Blitzschutzsystem ist immer die Reihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305) zu beachten, ohne LPS ist für blitzstromtragfägige Antennenerdung nach Klasse H = 100 kA und PA von "Haushaltsantennen" die DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) zu beachten und für CB- und Amateurfunkantennen in Deutschland die aus der VDE 0855-1 abgleitete rein nationale DIN VDE 0855-300:2008-08. Deren längst überfällige Revision wurde heute endlich in einer Web-Konferenz des zuständigen DKE-Gremiums erörtert.

DIN- und VDE-Normen haben zwar nicht wie die ÖVE-Normen von Anfang an Gesetzes-Charakter, deren Einhaltung ist aber als Anerkannte Regel der Technik von jedem Auftragnehmer geschuldet. Die o. g. Normen sind nach Niederspannungsverordnung und EU-Recht auch für Alleskönner verbindlich. Bei Nichteinhaltung kann im Schadensfall der Versicherer die Regulierung verweigern und bei einem Personenschaden lernt man evtl. den Staatsanwalt kennen und erfährt was im § 319 StGB Baugefährdung steht.
dl5ym hat geschrieben:
14. Jul 2020, 18:12
Geräteschutz/Überspannungsschutz ist ein anderes Thema, egal wie, aber ordentliche (hochohmige) Widerstände wegen statischer Aufladung haben sich bewährt. Grob- und Feinschutzfunkenstrecken darf man haben; aber seitdem Widerstände verbaut sind passiert da (hier) nix mehr.
Dass sich eine bestimmte Klientel eines Tages vor der Elektrodynamik atmosphärischer Entladungen (= Blitzen) mehr fürchtet als selbst bei Stabantennen vor ominösen statischen Aufladungen, erlebe ich als RFT und BSFK nicht mehr. Als Veteran der Antennentechnik mit einem halben Jahrhundert Eintrag in der Handwerksrolle habe ich nicht einen einzigen Fall erlebt, dass terrestrische Antennenanlagen durch Reibung von Wind oder Regentropfen geschädigt wurden. Seltsam, oder? Der Effekt tritt offenbar nur im CB- und AFU-Bereich auf, da anscheinend aber nicht nur an Hühnerleitern und Langdrahtantennen. :roll:
dl5ym hat geschrieben:
14. Jul 2020, 18:12
Bei einem richtigen Blitztreffer ist eh alles zu spät ;-) ... da helfen nur (bedingt) ordentliche Trennstellen (Kabel abziehen usw.)
Da isses man wieder, das beliebte Totschlagargument um selbst Minimalsschutz zu diskreditieren! Definiere doch bitte mal, was DU unter einem "richtigen" Blitztreffer verstehst.

Es gibt Blitze mit z. B. nur 2 kA, Medianblitze mit ~ 10 kA (in A) und ~ 25 kA bei uns, aber auch wilde Hausrüttler mit 200 und mehr kA. Alles zu spät ist für mich als BSFK, wenn ein zündender Blitz die Bude abfackelt, wogegen man sich mit normkonformer Klasse H = 100 kA blitzstromtragfähiger Antennenerdung + PA schützen kann.

Frag mal DB6ZH, Peter, wie blitzstromtragfähig selbst für Schutz- und Funktions-Potenzialausgleich vorgeschriebene Kupferquerschnitte mit 1,5 bis 6 mm² sind. Du wirst staunen welche Stromstärken die aushalten ohne dass "alles zu spät" ist. Ausstecken des Kabels mindert den Schaden an empfindlicher Elektronik mit 1,5 kV Spannungsfestigkeit, ein Wilder Hausrüttler (Kachelmannjargon) der ohne Schirm-PA am Gebäudeeintritt + SPD-Ableiter über das Kabel als Blitzautobahn mit voller Wucht ins Haus eingeladen wurde, sucht sich auch von ausgesteckten Leitungen einen Weg gegen Erde.

73 Roland

Antworten