Testbericht 15,- Chinesentester TC1

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wellenkino
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Testbericht 15,- Chinesentester TC1

Beitrag von wellenkino » 3. Jan 2019, 18:41

hallo alle,
ich hab mir so ein Gerät mal aus dem Reich der Mitte kommen lassen.

Universaltester TC1,
China,
Farbdisplay, gute Testfassung, Akku drin, USB Kabel zum laden dabei.

Bilder: hab ich auf 1200pix verkleinert um nicht soviel Speicher zu belegen.
tt1.JPEG
so siehts aus wenn kein Teil drin ist oder er kann es nicht erkennen, oder eben kaputt...
tt2.JPEG
Test.
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eine Siemens Siliziumdiode BAY12
tt3.JPEG
OK (offene Frage: wo hat es die 4pF her wenn es erst ab 30pF messen kann?)
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ein Germanium HF Transistor AF118 (damit tun sich einige Tester schwer)
tt4.JPEG
er zeigt hier eine nicht vorhandene Diode mit an, ansonsten OK
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N Kanal Fet BF244 (Verarmungstyp)
tt5.JPEG
OK
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ein BS170, Anreicherungstyp mit Diode
tt6.JPEG
OK
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ein ausgemessener Widerstand 223,24k
tt7.JPEG
OK
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ein keramischer HV Kondensator 4,7nF (chin)
tt8.JPEG
OK
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Nun wurde ermittelt bis zu welchem Wert runter er Kondensatoren erkennt und korrekt messen kann.
tt9.JPEG
- ein 30pF wird noch richtig gemessen, ein 27pF nichtmehr erkannt. Also >30pF = OK
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L: ein kleines Bandfilter wurde nicht erkannt,
also keine Spulen.

Zusammengefasst: Für das kleine Geld ein wirklich nützlicher Helfer, empfehlenswert.

lG Martin
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db6zh
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Re: Testbericht 15,- Chinesentester TC1

Beitrag von db6zh » 4. Jan 2019, 12:06

Hallo Martin,
erst mal ein Gutes Neues Jahr und herzlichen Dank für den Bericht. Ich habe mit so einem Teil auch schon geliebäugelt, aber bisher verschoben.

Kannst Du die Photos "as is" als PDF zusammenwürfeln und zum Download anbieten ??

73 Peter

DL8LRZ
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Re: Testbericht 15,- Chinesentester TC1

Beitrag von DL8LRZ » 4. Jan 2019, 12:44

Hallo,
kann den Bericht bestätigen - ein nettes Tool.
Gibt es in vielen Ausführungen - mit und ohne Gehäuse usw. Ich habe das Modell mit Acrylgehäuse, monochrom-Display, 2 alte Telefonakkus als Batterie nachgerüstet (die bei mir original 9V-Batterien halten nicht lange). Bin sehr zufrieden damit. Die Grenzen liegen, wie schon gesagt, bei C unter ca 27pF, Induktivitäten unter mH-Bereich. Auch Germaniumdioden erkennt er abhängig vom Reststrom gelegentlich als Widerstand. Positiv auch die (größenabhängige) Anzeige des ESR-Wertes, vorwiegend bei Elkos.

DL9UO
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Re: Testbericht 15,- Chinesentester TC1

Beitrag von DL9UO » 4. Jan 2019, 14:18

Hallo, in meiner Version, auch mit Acrylgehäuse, war ein Akku eingebaut, der über USB aufladbar ist. Der Tester erfreut sich bei mir besonders bei unbekannten Halbleitern großer Beliebtheit, ehe man die kryptische Bezeichnung im Internet gesucht hat, verrät der Tester schon das wesentliche.
Gesundes Neues Jahr an alle
Gruß Mike DL9UO

APo66
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Re: Testbericht 15,- Chinesentester TC1

Beitrag von APo66 » 4. Jan 2019, 19:22

Hallo zusammen
Eine vermutlich etwas ältere Version dieses Gerätes nutze ich auch häufig. Ich finde das Ding, da so universell, recht nützlich.
Ein recht skeptischer Kollege von mir, hat das Gerät mal mit einem Hameg C + L Messgerät verglichen, und nichts schlimmes festgestellt. Heute nutzt er auch so ein Gerät.
Das mit den kleinen Kapazitäten habe ich neulich auch bemerkt. Allerdings erkennt mein Gerät auch kleinere Werte, wenn man mit größeren anfängt. Also bei nem 50 pF Dreko, zeigt er mir auch noch , ich meine 15 pF an, wenn ich von 30pF anfange runter zu regeln.
Und an meine Gerät befinden sich immer 3 farbige kurze Strippen, mit je einer kleinen Kroko Klemme. Ich finde das praktischer als alles in die Fassung zu setzten.
Was mich noch mal interessieren würde wäre die Kalkulation der Chinesen. Was bleibt da an Gewinn übrig?
Allerdings ist die Idee, einiger dieser Testgeräte, von " Hobby " Entwicklern geklaut.

Gruß und / oder 73
Andreas

wellenkino
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Re: Testbericht 15,- Chinesentester TC1

Beitrag von wellenkino » 4. Jan 2019, 20:27

danke.

Ich hab nun auch eine Nutzertabelle dafür im Netz gefunden.
Es kann also doch Spulen !
feat.jpg
Unangenehm aufgefallen sind mir gewisse Problemchen beim ausmessen von Germaniumtransistoren.
u.a. wurde nach Umdrehen des Transistors in der Fassung eine andere hfe gemessen und ähnliches mehr.
Offensichtlich läßt es sich von den germaniumtypischen Kriechströmchen in die Irre führen, manchmal tauchen sogar Freilaufdioden auf die da gewiss nicht vorhanden sind.
Auch mit der UBE ist da öfters was im argen. Daher sollte man bei Germaniums die Sache eher als Schätzeisen betrachten.
Details werden noch rausgearbeitet, ich fass das dann mal verwendbar zusammen.
In Anbetracht der 15,-€ trotz allem wenn und aber, das ist eine gute kleine Kiste ;)
Die drei Messkabel hat er übrigends mit im Karton.

lG Martin
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Funkonaut
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Re: Testbericht 15,- Chinesentester TC1

Beitrag von Funkonaut » 5. Jan 2019, 00:22

Hier noch 'nen Nachtrag:
Das Teil gibt es auch noch in anderer Ausführung, basiert aber immer auf dem ursprünglichen Aufbau
AVR atmega 328 (Microkontroler Forum). Die Software wurde mehrfach verbessert und misst jetzt
Transistoren,Mosfets,Triacs,Thyristoren-Spulen,Widerstände,Kontensatoren, Dioden -auch Zener!
Nachdem mir vor Jahren der Kragen geplatzt ist, um aus Altbeständen die richtigen Transistoren herauszusuchen,
hatte ich das Gerät damals wie im o.g. Forum gut beschrieben selbergebaut.
Leider abgeraucht, da falsch am Netzteil angeschlossen. Jetzt hatte ich das Teil wesentlich billiger fertig aus China bezogen.
Wer also (wie ich) gute Erfahrungen mit China Direktimport hat, kann das Teil incl. Porto für 6,34 € !! bekommen (betriebsfertig)
Hier der Link:
https://www.ebay.de/itm/LCR-T4-Transist ... rk:23:pf:0
Die genaue Beschreibung ist bei YouTu. beschrieben ->
https://www.youtube.com/watch?v=NQzcSEEy_Dg

Da die Platine kompakt mit dem Display verbunden ist, braucht man auch kein Gehäuse mitzubestellen.
Ich habe das Teil wie in den Bildern zu sehen in eine kleine Kunststoffbox mit Heißkleber und Schaumstoffpuffer eingesetzt.
Nicht sehr "profilike" aber für Leute , die ihren ersten 0v1 im Schukarton betrieben haben, ist das eine ausreichende Lösung ;-),
da man ja nicht dauernd damit arbeitet.
Bild

Funkonaut
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Re: Testbericht 15,- Chinesentester TC1

Beitrag von Funkonaut » 5. Jan 2019, 00:25

Zu dumm-zwei Bilder zu posten, daher hier noch das Zweite->
73 Mario

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